Klimadecken: Kühlen ohne Klimaanlage

Flächenheizungen sind die neuen Radiatoren. Und was im Winter heizt, kann im Sommer auch kühlen. Prinzip und System sind gleich. Perfekt für die Kühlung ohne Klimaanlagen sind Kühldecken.

Die ersten heißen Tage suchen uns jedes Jahr früher heim und regelmäßig Ende Mai, Anfang Juni schnellen die Verkaufszahlen von Klimaanlagen und Ventilatoren drastisch nach oben. Eine gesunde, raumklimafreundliche und im Einbau und Betrieb kostengünstigere Alternative für ein angenehm kühles Zuhause sind Raumklimadecken.

 

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Funktionsprinzip Sommer wie Winter

Eine Klimadecke funktioniert nach dem Prinzip der Abstrahlung, die zum Heizen wie zum Kühlen eingesetzt werden kann. Während im Winter warmes Wasser durch das Leitungssystem fließt, wird im Sommer durch kaltes Wasser die gesamte Deckenfläche abgekühlt und die abgestrahlte Wärme von Wänden, Boden und Möbeln aufgenommen. Diese wiederum kühlen sanft ab und können in Folge wieder mehr Wärmestrahlen der Menschen aufnehmen. Die Folge ist ein sehr angenehmes Raumklima, das eine um circa zwei bis drei Grad Celsius niedriger empfundene Raumtemperatur erzeugt, als die tatsächlich gemessene Lufttemperatur beträgt.

Wie Flächenheizungen, wirbeln Flächenkühlungen, im Gegensatz zu Klimaanlagen, keine Luft auf. Allergische Reaktionen oder Überbeanspruchung der Atemwege bleiben aus. Zudem sinkt durch die großflächige Anwendung der Energieverbrauch merklich.

Rasche Lösungen für Neubau und Sanierung

Klimadecken werden als vorgefertigte Systeme angeboten, und können innerhalb weniger Stunden im Massivbau und im Holzrahmenbau eingebaut werden. Im Zuge einer Sanierung kann ebenfalls sehr einfach mittels Trockenbau umgerüstet werden. Spezielle Profilsysteme, wie sie am Markt zu haben sind (z. B. IGR Raumklimasysteme), sind für sämtliche Decken, Wände und Dachschrägen anwendbar und lassen sich direkt an die Wand oder in Form von abgehängten Decken in nicht mehr als ein bis zwei Tagen vom Profi montieren.


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Datum: 28.06.2017

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  • ArminBuehler schrieb am 05.06.2017 20:04:45

    Während Kühldecken seit den 90er Jahren eine Renaissance, insbesondere im Büro-und Objektbau, erlebten ist diese Technik im Wohnbau lange eher unbekannt geblieben. Dabei hat die Idee, mit der Decke zu heizen in Büro und Gewerbe erst seit den 2010er Jahren breiteren Einzug gehalten. Im Wohnbau sind hingegen Heiz-/Kühldecken vielfach unbekannt.

    Zu unrecht! Hat die Klimadecke zum Heizen und Kühlen doch bereits vor 20 Jahren im Wohnbau Einzug gehalten. Inzwischen wurden alleine von unserer Firma und unseren Lizenzpartnern gut 40.000 Wohnhäuser sowohl im Neubau als auch in der Sanierung mit dieser Technik ausgestattet.

    Dass vollflächig verlegte Deckenheizungen, welche über einen aktiven Flächenanteil von über 90 %, verfügen und reaktionsschnell gesteuert werden können, den Heizwärmebedarf (Nach anerkannter Regel der Technik) um über 30 % senken ist inzwischen hinlänglich bekannt. Ebenso setzt sich inzwischen die Erkenntnis durch, dass der Effekt der konvektionsarmen Beheizung durch eine Deckenheizung nebenbei noch für ein einzigartiges und allergikerfreundliches Raumklima sorgt.

    Weniger bekannt ist hingegen, dass mit dem Einzug von Wärmepumpen in Neubau und Sanierungen die Kühlfunktion äußerst preiswert dargestellt werden kann. Auch und gerade im Ein- und Zweifamilienhaus. Wurde doch mit dem Einbau einer Wärmepumpe bereits die Basis für eine Erweiterung der Deckenheizung zur Heiz-/Kühldecke gelegt.

    Zugleich ist diese Technik äußerst zukunftssicher. Wärmepumpen wurden, neben thermischen Energiespeichern, bereits vor Jahren von den „Fraunhofer“ als Schlüsseltechnologie in Sachen Energiewende bezeichnet. Heute ist das Thema „Power to heat“ in einer breiten Öffentlichkeit angekommen. Der ideale Zeitpunkt für Planer, Bauträger und Bauherrn in diese Technik einzusteigen.

    Die Klima Top GmbH und ihre angeschlossenen Ingenieure beraten und unterstützen Sie bei der Auswahl der für Ihr Bauvorhaben geeigneten IGR-Raumklimasysteme- Komponenten und konzeptionieren Ihre Anlage.

    www.klimatop.info
    www.green-code.de

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