Außenputz: Arten und Materialien im Überblick

Der Außenputz schützt die Wände den Witterungseinflüssen, muss wetterbeständig sein und darf keine Feuchtigkeit an die Wand weitergeben. Außenputze werden zweilagig (Unterputz und Oberputz) ausgeführt.

Der Außenputz schützt die Wände vor den Witterungseinflüssen und muss primär wetterbeständig sein. Der Putz darf keine Feuchtigkeit an die Wand weitergeben. Außenputze mit Gips sind nicht zulässig. Außenputze werden zweilagig (Unterputz, Oberputz) ausgeführt. Entsprechend der Untergrundbeschaffenheit muss gegebenenfalls ein Vorspritzer angebracht werden.

Die richtige Ausführung von Außenputz

Werden verschiedene Putzarten oder Färbungen innerhalb zusammenhängender Putzflächen verwendet so wird dies als Erschwernis verrechnet. Stoßen diese Flächen aber nicht direkt aneinander bzw. sind sie z.B. durch Nuten, Faschen, Profile etc. getrennt, entfällt die Erschwernis für diese Flächen.

Was ist der Unterputz?

Unterputze haben müssen eine Mindestdicke von 1,5 cm ( 4 cm bei Wärmedämmputz) haben. Bei Mantelbetonwänden und Wänden mit ähnlicher Oberfläche werden zusätzlich Putzarmierungen z.B. aus Textilglasgitter eingelegt. Als Putzarten werden verwendet:

  • Kalkzementputze mit und ohne Leichtstoffzuschlag
  • Zementputze in Sockel- und Kellerbereichen, zur Erhöhung ihrer Dichtheit werden sie zusätzlich zugestoßen und für das Aufbringen von Beschichtungen und Abdichtungen abgezogen (geglättet).
  • Wärmedämmputze mit Leichtzuschlag aus Perlite, da sich bei maschineller Verarbeitung der Wärmedämmwert verringern und sich so die Gefahr der Rissbildung erhöhen.
  • Wärmedämmputze mit Leichtzuschlag aus EPS-Granulat, Putzdicke

 

Wie schaut der Oberputz aus?

Die Oberputze müssen auf den Unterputz abgestimmt sein. Spritzputze sind z. B. auf Wärmedämmputzen und Leichtgrundputzen nicht geeignet. Auf dem Unterputz werden folgende Putzarten aufgebracht:

  • Kalkzementputz mit der Mindestdicke 5 mm, fein verriebene Oberfläche mit Natur-Feinputzsand
  • Kalkzementputz mit der Mindestdicke 5 mm, wobei die Oberfläche gerieben-oder gekratzt, bestehend aus Dolomit-, Quarz- oder Marmorsand, naturbelassen oder eingefärbt
  • Fertigmörtelputz auf mineralischer Basis, als Reibputz feinkörnig (Größtkorn 2 mm), mittelkörnig (Größtkorn 3 mm) und als Kratzputz (Größtkorn 5 mm)
  • Fertigmörtelputz auf Kunstharzbasis (Kunstharzputze) sind Putze mit Zuschlag aus Kunstharzdispersion zur Erhöhung der Widerstandsfestigkeit. Kann auch ohne Unterputz mit einer Grundierung aufgebracht werden
  • Silikatputze sind vorgemischte mineralische Edelputze, benötigen einen Silikatuntergrund
  • Zementputz
  • Bei bestehenden Wänden, wo die Gefahr besteht, dass mit der Feuchtigkeit auch Salze austreten können  Sanierputze verwendet werden. Sanierputze sind mineralische Putze, die in der Lage sind, diese in der Feuchtigkeit enthaltenen Salze innerhalb des Putzes abzulagern und nur die Feuchtigkeit nach außen weiterzuleiten ohne dass der Putz beschädigt wird

Verschiedene Putzoberflächen sind möglich

Die Oberputze können beim Aufbringen, während dem Aushärten oder aber auch nach dem Aushärten oberflächenmäßig behandelt werden.

  • Glatte Putzoberflächen sind geeignet für das Aufbringen von Beschichtungen und Anstrichen, erhöhte Gefahr von Rissbildung, geringe Schmutzablagerung
  • Bei der geriebene Putzoberflächen (Reibputz) wird verrieben, wobei die Oberflächenstruktur abhängig ist von der Körnung der Zuschlagstoffe ist
  • Bei der Kellenputzoberfläche wird der Putz wird mit der Kelle an die Wand geworfen
  • Gekratzte Oberflächen (Kratzputz) entstehen durch behandeln der erhärteten Putzoberfläche mit einer Kratzbürste
  • Bei gewaschene Oberflächen (Waschputz) wird im noch nicht erhärtenden Zustand der Feinanteil der Oberfläche ausgewaschen, sodass wie bei Waschbetonplatten die Körnung sichtbar wird.
  • Steinputz wird nach dem Aushärten der Putz steinmetzartig behandelt.

Was ist ein Edelputz?

So genannte Edelputze werden dünnschichtig aufgetragen (Stärke 1 bis 5 mm). Sie sind weiss oder bereits eingefärbt lieferbar und benötigen im Innenbereich keinen weiteren Anstrich mehr. Durch die verschiedene Farbgebung solcher Putze können Gebäudeteile klar gegliedert und auch einzeln hervorgehoben werden. Mit solchen Gliederungen können besondere architektonische Akzente gesetzt werden

 

 

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Datum: 24.10.2018

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