© Freedom_Studio/shutterstock.com

Holzschindeln fürs Dach

Holz auf dem Dach hat eine lange Tradition. Doch auch heute noch spielen Holzschindeln eine wichtige Rolle als Dachbelag. Erfahren Sie hier mehr zur Herstellung, Verarbeitung sowie den Vorteilen dieses Baumaterials.

Holzschindeln genügen hohen ästhetischen Ansprüchen und fügen sich harmonisch in die Landschaft ein. Als vielseitiger Baustoff werden Holzschindeln im traditionellen Bereich, wie auch in der modernen Architektur, nach wie vor gerne eingesetzt.

Kleiner Blick in die Geschichte

Sämtliche waldreichen Gebiete der Erde kennen die Holzschindel. Da es keine Nägel gab, wurden die Schindeln nur aufgelegt und mit Stangen und Steinen beschwert. Die im Alpenraum heute noch bekannte Legschindel dürfte die älteste Schindelform sein. Sie wurde ausschließlich von Hand gespalten, eine Technik, die auch nach Erfindung der Säge beibehalten wurde. Erst als das Holz zum Wirtschaftsgut wurde und die Industrialisierung einsetzte, kam es zu einer langsamen Verdrängung der Holzschindel als Dach- und Fassadenbaustoff.

Welches Holz wird verwendet?

Bei der Wahl der Holzart sind gute Spaltbarkeit, pilzwidrige Inhaltsstoffe und Feinjährigkeit die wichtigsten Kriterien. Holzschindeln werden hauptsächlich aus der Eiche, Lärche, Fichte, Buche, Western Red Cedar und Yellow Cedar (Zeder) hergestellt. Im Alpenraum haben gespaltene Lärchenschindeln den höchsten Stellenwert, da die Lärche aufgrund ihrer günstigen technischen Eigenschaften und ihrer Inhaltsstoffe besonders widerstandsfähig und witterungsresistent ist.

Schindelmacher bearbeiten das Holz wie schon Generationen vor ihnen mit Spaltbeil und Reifmesser. Zum Teil werden sie von Maschinen unterstützt. Jede Schindel wird einzeln vom Block abgespalten, keilig geschnitzt und je nach Schindelart mit einer Fase versehen. Die üblichen Schindelformen und Abmessungen sowie die Qualitätsansprüche sind in der DIN 68119 beschrieben.

AutorIn:
Datum: 15.09.2016
Kompetenz: Dachdeckung und Dachausbau

Inspiration & Information abonnieren - mit dem wohnnet Newsletter

Weitere Artikel aus dem Channel Dach

 rayman7/stock.adobe.com

Dach

Wie Sie Ihr Dach gegen Sturm absichern

Windstärken von 8 und mehr führen in Österreich immer häufiger zu abgedeckten Dächern. Welche besonders ...

Ralf Geithe/stock.adobe.com

Dach

Die besten Dachtrittsysteme für Ihr Dach

Für eine möglichst risikofreie Dachbegehung sollten Sie als Hausbesitzer keinesfalls auf einen sicheren ...

sculpies/shutterstock.com

Dach

Welche Aufgaben übernimmt der Dachdecker?

Zu den traditionellen Dacharten gehört das Steildach mit Eindeckung aus Dachziegeln. Falls Sie sich für ein ...

Martin Croce

Dach

Blech: Das Leichtgewicht fürs Dach!

Für viele ist Blech nicht unbedingt die erste Wahl für eine neues Dach, aber warum eigentlich? Erfahren Sie bei uns ...

Photographee.eu/shutterstock.com

Dach

Dachgeschoß kühl halten - Die besten Tipps

Gerade am Dachboden kann die Hitze des Sommers zum Problem werden. Informieren Sie sich darum schon vor dem ...

Alexander Piragis/shutterstock.com

Dach

Schneelast auf Dächern: Zonen und Normen in Österreich

Haben Sie die Schneelasten auf Ihrem Dach im Griff? Ein Wiener Ingenieurbüro bietet ein Internet-Programm zur ...

Dario Lo Presti/shutterstock.com

Dach

Sturm, Schnee, Eis. Das Dach will geschützt sein

Fliegende Dachpfannen, Flachdächer, die sich anheben und Schneeplatten, die ganze Regenrinnen inklusive Fallrohr ...

AndreasHafenscher

Dach

Dachform Nummer 1: Das Steildach

Ganze 86 Prozent der Österreicher sehen das Steildach als die ideale Dachform an. Das ergibt zumindest eine Umfrage ...