Vergraute Holzfassaden - natürlich schön

Richtig getrocknet und angewendet hält Holz ewig. Heute haben sich andere Baustoffe etabliert, um ein Haus zu errichten. Doch Holz bleibt ein beliebter Werkstoff. Insbesondere Holzfassaden erfreuen sich in den letzten Jahren steigender Beliebtheit.

Holzfassaden sind ständig der Witterung ausgesetzt. Regen, Wind, Niederschläge und das Sonnenlicht setzen dem Material mit der Zeit zu.

Feuchtigkeit als Feind

Dieses Problem besteht bei allen Holzfassaden, die unterhalb von 1.800 Metern Seehöhe liegen. Es lagert sich Feuchtigkeit ein, sodass Schwarzalgen und Oberflächenpilze einen Nährboden haben, um zu wachsen. Verschiedene konstruktionsbedingte Gegebenheiten führen dazu, dass die Fassade fleckig und schmutzig aussieht, ausbleicht und sich unschön verfärbt. Abhilfe kann hier eine Vor-Vergrauungslasur schaffen. Bei dieser Lasur handelt es sich um ein wasserbasierendes Holzöl. Dieses Holzöl kommt aus Norwegen und ist speziell für die Bedürfnisse von Holz, das in Außenbereichen verbaut ist. Es sorgt für eine gleichmäßige Vergrauung, sodass ein ebenmäßiges und optisch ansprechendes Bild entsteht. Das Holzöl schützt das Holz. UV-Strahlung, Oberflächenpilze und Veralgung können dadurch nicht mehr entstehen.

Unbehandeltes Holz

Bleibt das Holz unbehandelt, verändert sich der natürliche Farbton durch die UV-Licht-Einwirkung der Sonneneinstrahlung und die Wetterbeanspruchung. Mit der Zeit besiedeln Mikroorganismen das Holz, es verschmutzt und verfärbt sich grau. Im Holz ist ein Bestandteil enthalten, der sich Lignin nennt. Dieser Stoff ist nicht wasserlöslich und verwandelt sich unter UV-Licht in wasserlösliche Bestandteile. Letztere verursachen eine Braunfärbung des Holzes, die das Regenwasser mit der Zeit auswäscht. Das Holz ist am Ende grau. Dabei kann dieser natürliche Prozess des Vergrauens unregelmäßig vonstattengehen. Das Ergebnis ist eine fleckige und uneinheitlich verfärbte Holzfassade. Gleiches gilt auch für andere Bauteile aus Holz, wie Fensterbretter oder Vordächer. Obwohl dies zu einem unregelmäßigen Erscheinungsbild führt, nimmt die Vergrauung keinen Einfluss auf die Haltbarkeit und Festigkeit des Baustoffes.

Das richtige Holz

Nicht jedes Holz ist gleich gut als Fassadenverkleidung geeignet. Hier sind Robinie, Eiche, Edelkastanie, Douglasie und Lärche zu bevorzugen. Konstruktiver Holzschutz verringert zudem die Wetterbeanspruchung und verhindert, dass das Holz durchfeuchtet. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer einer Holzfassade erheblich. Dachüberstände, ein ausreichend großer Abstand der Holzteile zum Boden oder eine Hinterlüftung der Fassade können zur Haltbarkeit beitragen. Diese Tipps zum konstruktiven Holzschutz helfen dabei, chemische Maßnahmen weitgehend überflüssig zu machen.


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Datum: 23.04.2018

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