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Fenster & Türen

Fenster und Türen optisch und technisch aufwerten

Türen und Fenster sind heute für uns so selbstverständlich wie Strom oder fließendes Wasser, dabei war es zu Beginn der Menschheit gar nicht üblich, mit Fenstern Licht in die eigene Höhle zu lassen oder mit verschließbaren Eingangstüren das Hab und Gut vor anderen zu schützen.

Älteste Tür in der Schweiz gefunden

Der Hauptgrund liegt auf der Hand: Unsere Vorfahren waren Jäger und Sammler, die kein dauerhaftes Zuhause, sondern nur temporäre Unterschlüpfe hatten. Lediglich Flechtgitter aus Zweigen erachten Wissenschaftler bei den ersten von Menschen errichteten Behausungen, die aus Ästen und Holzpflöcken, Lehm oder Stein bestanden, als wahrscheinlich. Fahrt nahm die Entwicklung der Tür erst dann auf, als die Menschen sesshaft wurden und sich erste Siedlungen bildeten. So soll die Stadt Babylon etwa ein 28 Meter hohes Stadttor gehabt haben und das antike Rom eine imposante Mauer mit 37 Toren. Auch die Ägypter waren Pioniere auf diesem Gebiet, wovon einige Gemälde zeugen. Zunächst bestanden die Türen aus Holz, Stein oder Bronze, im Laufe der Zeit wurden die Naturmaterialien immer mehr von Elementen verdrängt, die Lärm oder Kälte besser abschirmen und jeder Witterung standhalten. Die ältesten in Europa entdeckten Türen wurden bei Ausgrabungen in der Schweiz gefunden. Man schätzt sie auf zirka 5.000 Jahre.

Von Löchern zu doppeltverglasten Fenstern

Bei den Fenstern verhielt es sich ähnlich: Zu Beginn waren diese für die Menschen schlichtweg nicht nötig. Erst, als man begann, im Inneren des eigenen Unterschlupfes Feuer zu machen und den Rauch ableiten wollte, musste eine Lösung hierfür gefunden werden. Durch erste Löcher schaffte man sich Abhilfe und bekam gleichzeitig mehr Licht in die Behausungen. Doch dabei entwich auch die wohlige Wärme nach draußen. In der Bronze- und Eisenzeit begannen unsere Vorfahren dann damit, die Fenster mit Tierhäuten und später auch mit Pergament oder Leinenstoff abzudichten – Materialien, die zumindest noch etwas Licht durchscheinen ließen. Erste Glasfenster baute sich schließlich die reiche Oberschicht der Römer und einige Jahre später kamen hölzerne Fensterläden auf. Waren es zu Beginn lediglich Einfachfenster, begann ab dem frühen 19. Jahrhundert das Doppelfenster seinen Siegeszug.

Das eigene Heim verschönern

Heute gehören Türen und Fenster zu jenen Bauteilen einer Immobilie, die dauerhaft eingebaut werden. Umso wichtiger ist es, dass sie optisch zum Rest passen. Und auch die Sicherheit spielt dabei eine große Rolle. Wer vorhandene Fenster und Türen optisch und technisch aufwerten will, kann dies unkompliziert mit den richtigen Tür- und Fensterbeschlägen realisieren. Doch, worauf kommt es dabei an? Die folgenden Punkte geben einen Überblick.

  1. Grundlegend reinigen und bei Bedarf renovieren
    Bevor Tür- oder Fensterbeschläge angebracht werden können, sollten die jeweiligen Fenster und Türen gründlich gereinigt werden. Auch ist es notwendig, abgewohnte Oberflächen aufzuarbeiten. Bei Holztüren kommen Acryllack, Kreidelack oder Holzlasuren bzw. Holzöl infrage. Kunstharzlacke sollten hingegen nicht verwendet werden. Auch Holzfenster können entsprechend aufgearbeitet werden. Bei Kunststofftüren und Fenstern kommen hochwertige Dekorfolien von Spezialherstellern zum Einsatz.
  2. Beschläge für Fenster und Türen aufeinander abstimmen
    Werden die Beschläge erneuert, sollten sie auf jeden Fall aus derselben Design-Serie stammen. Das sorgt für ein harmonisches Gesamtbild. Um Fenster und Türen weiter technisch aufzuwerten, können zusätzlich nicht mehr ganz optimal arbeitende Schnäpper ausgetauscht werden. Je nach Technik des Fensters oder der Tür kann hierbei zwischen Kugelschnäppern, Doppel-Rollenschnäppern oder Druckschnäppern gewählt werden.
  3. Spezielle Beschläge für das Plus an Sicherheit
    Im Zuge der Renovierung von Fenstern und Türen lässt sich auch direkt eine Aufwertung in puncto Sicherheit vornehmen. Hier sind spezielle Beschläge eine unkomplizierte und preisgünstige Option. Beispielsweise können abschließbare Türgriffe angebracht werden, die einen Druckwiderstand von mehr als einer Tonne pro Angriffspunkt aushalten. Für die Eingangstür oder Nebentüren, die ins Freie führen, lassen sich Türketten aus Edelstahl montieren. Ein Türspaltschutz für Drehtüren, die nach innen aufgehen, stellt eine weitere Möglichkeit dar, die eigenen vier Wände sicherer zu machen.

Arek Socha auf Pixabay(CC0 Creative Commons)

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