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Katastrophenwarnung via App

Sturm, Starkregen, Unwetter, Hagel, Hitzewelle, Hochwassergefahr – im digitalen Zeitalter warnt das Smartphone rechtzeitig vor Gefahr und kann damit unter Umständen Leben retten. Welche sind die besten Apps für Ihre Vorbereitung und Sicherheit? Wir haben ein paar getestet.

Während in Italien das Wasser rationiert, etwa das Duschen zeitlich reglementiert wird und die Friseure nur noch einmal Waschen dürfen, geht den oberösterreichischen Landwirten die Ernte verloren und in Kärnten herrscht Katastrophenalarm. Die Risikogebiete weiten sich immer mehr aus, kleine Bäche werden innerhalb von Minuten zu stürzenden Strömen, die alles überfluten, ganze Existenzen werden in kürzester Zeit zerstört. Die Unwetter- und Hochwasserkatastrophen nehmen in den letzten Jahren merklich zu, Prävention und Hochwasserschutz werden immer wichtiger.

Ein Unwetter mit Hagel und Starkregen oder schwerem Sturm kann große Zerstörung anrichten und nicht jeder pickt ununterbrochen am Radio oder vor dem PC, um Wetterumschwünge oder drohende Ereignisse bescheid zu wissen. Sehr praktisch sind aber Apps, die rechtzeitig bei Gefahr Push-Nachrichten schicken und die Betroffenen warnen bzw. ihnen Anleitung zur Vorbereitung geben. Wir haben uns ein paar dieser Apps näher angeschaut.

Wetter.zone für allgemeine Wetterwarnungen

Diese kostenlose App bietet aktuelle, punktgenaue Wetterinformationen der ZAMG (,Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) offizielle Wetterwarnungen für jede Gemeinde Österreichs und viele detaillierte Informationen zum Wetter in Österreich, Europa und weltweit, für die nächsten 48 Stunden (inkl. Veränderungstrends im Stundentakt) sowie die Prognose für die nächsten neun Tage. Auch die umliegenden Webcams jeder Location (von 60.000 Cams weltweit), aktuelle Live-Videos von Feratel (vor allem von österreichischen Tourismusregionen), Animationen der wichtigsten Wetterparameter wie Temperatur, Wind, Blitz und Niederschlag sowie Statistiken und Spezialwetter werden geliefert. Sie können Orte wählen, für die Sie die Informationen haben möchten, die die App dann mit Push-Nachrichten bedient.

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PegelAlarm warnt bei gefährlich werdenden Pegelständen

Das österreichisches Startup SOBOS hat eine Software entwickelt, die als JSON-Schnittstelle zu aktuellen Gewässerdaten fungiert und zugleich, auf Basis dieser Schnittstelle, eine Smartphone-App als Hochwasser-Warnsystem implementiert. SOBOS sammelt dafür die Wasserstandsdaten von mehreren unterschiedlichen nationalen, internationalen und regionalen Websites aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Slowenien, vereinheitlicht diese und veröffentlicht sie über eine Schnittstelle. Die parallel entwickelte, kostenlose Hochwasserwarn-App PegelAlarm gibt es für Android und Apple. Sie warnt vor potentiell gefährlichen Pegelständen.

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KATWARN Österreich für orts- und anlassbezogene Warnungen

Die deutsche App gibt es bereits seit 2017 auch für Österreich, sie pusht ortsbezogene oder anlass-/themenbezogene Warnungen auf mobile individuelle Endgeräte. KATWARN informiert sowohl darüber, dass es eine Gefahr gibt, als auch wie man sich verhalten soll. Polizeilichen Lagen, Naturkatastrophen und Extremwettergefahren, Großveranstaltungen, Industrieunfälle, Aufrufe an die Bevölkerung (Suche nach abgängigen/vermissten Personen), Verkehrsbeeinträchtigungen, lokale sicherheitsrelevante Ereignisse (z. B. in touristischen Gebieten Liftsperren wegen Sturm, Ausfall des Schulbetriebes etc.)

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UWZ: Warnung vor Unwettern

Die App der Unwetterwarnzentrale Österreich trackt und warnt vor Regen, Gewitter und Hagel, Wind, gefrierendem Regen und Schneefall. Mit einer logischen Farbskala können Warnstufen auf einen Blick erfasst werden und geben Auskunft über die Stärke des Unwetterereignisses an den von Ihnen ausgewählten Orten. Das UWZ bietet ein Abomodell für einen oder zwei Orte für wenige Euro im Monat, die App für Android und Apple ist kostenlos.

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Informationen der jeweiligen Bundesländer

Aktuelle Wetter- und Zivilschutzwarnungen schicken auch die einzelnen Bundesländer - in den meisten Fällen im Rahmen ihrer Newsletter - aus. Auf der Regierungsseite des jeweiligen Bundeslandes (z. B. salzburg.gv.at) für den Newsletter anmelden (evt. passende Kategorie auswählen) und aktuelle Meldungen direkt in den Mailordner bzw. aufs Smartphone schicken lassen.

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Datum: 29.06.2022

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