Befestigen und Ausfugen von Klinker

Klinker machen als Fassade einiges her. Worauf Sie beim Anbringen oder Sanieren des Wandschmucks achten müssen, lesen Sie hier.

Reinigen Sie den Klinker von Schmutz und Grünpflanzen. Mit einem Hochdruckreiniger ist dies schnell erledigt. Brechen Sie zuerst im Bereich der kaputten Klinkersteine mit Hilfe eines Schraubenziehers oder Fliesenmeißels den Fugenmörtel Stück für Stück heraus. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Klinkerplatten gegenseitig sperren und beim Herausheben beschädigt werden. Sobald zwei Fugen frei sind, lässt sich die Platte leicht anheben. Entfernen Sie poröses und loses Material vom Untergrund, ebenso die Mörtelreste an den Klinkerplatten. Legen Sie sich ein Holzbrett unter die Platten, um Beschädigungen zu vermeiden.

Füllen Sie den Untergrund je nach Größe der Hohlräume mit Baukleber oder Fertigmörtel aus. Machen Sie den Klinker nass, streuen Sie trockenes Fliesenkleberpulver auf die nasse Mörteloberfläche und legen Sie die Platten direkt ins Mörtelbett. Drücken Sie die Platte in ihr ursprüngliches Niveau. Kontrollieren Sie mit der Wasserwaage, ob die Ebene mit den anderen Platten plan ist. Verfugen Sie den Klinker mit absolut elastischer und wasserdichter Epoxydharzspachtel. Diese macht auch alte Fugen wieder dicht. Entfernen Sie überschüssige Spachtelmasse mit einem Haushaltsschwamm und klarem Wasser.

Klinkerfugen abdichten

Warten Sie für die Abdichtungsarbeiten von Bodenflächen eine warme Wetterperiode ab, da Sie den Klinker mit Wasser reinigen und gut durchtrocknen lassen müssen. Liegt keine fachgerechte Drainageschicht vor, kann Wasser durch feine Haarrisse durch die Klinkerfuge dringen. Liegt unter der Plattenfläche eine Kellerdecke, kann dies unangenehme Folgen haben.

Fugen, welche breiter als 0,3 mm sind, müssen mit Epoxydharz gefüllt werden. Verwenden Sie bei großen Flächen zum Reinigen des Klinkers einen Hochdruckreiniger, denn eine Schmutzschicht behindert die notwendige Saugfähigkeit der Fugen. Schütten Sie die Imprägnierung einfach aus, und verteilen Sie diese gut. Um eine gleichmäßige Schicht zu erzielen, können die Schicht auch mit einer Gartenspritze aus Metall verteilen. Die Fuge muss sich vom Material voll saugen können, daher sollten Sie darauf achten, dass sich das Material in den Fugen sammelt. Da die Fugen tiefer liegen, wird sich dies nicht als sehr schwierig erweisen.

Warten Sie 20 bis 30 Minuten, und ziehen Sie dann das überschüssige Material mit dem Wischer auf die trockene Fläche. Waschen Sie die Reste von der Plattenoberfläche mit frischer Verdünnung ein- bis zwei Mal nach. Die Fläche sollte für die nächsten Jahre dicht sein.


AutorIn:

Datum: 30.03.2010

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Fassade

Mangelhafte Dämmung hat oft hohe Heizkosten, unbehagliches Raumklima und sogar Schimmelbildung zur Folge. Eine Sanierung der selbigen ist also empfohlen, um das Gebäude energieeffizienter zu machen. Aber: Oft sind die Problemquellen nicht sichtbar – eine Thermografie wird nötig!

So treffen Sie den richtigen Farbton für die eigenen vier Wände: Anstriche werden generell nach Bindemittel unterschieden, diese bestimmen im Wesentlichen die Eigenschaften der fertigen Beschichtung und damit wieder Ihr Wohlgefühl.

Tapezieren ist bekanntlich einer der schnellsten, günstigsten und einfachsten Wege zur neuen Wand. Bislang galt das nur für Innenräume. Jetzt gibt es die erste Tapete für die Fassade. Eine Systemlösung aus strukturiertem Wandbelag und speziellem Kleber.

Verputzen, verkleiden, vorhängen – Fassaden lassen sich auf verschiedene Weisen gestalten und schützen. Eine Möglichkeit sind Sidings, die wir uns hier näher ansehen möchten.

Je nach Schindelart überdauert eine unbehandelte Schindelfassade ohne jegliche Pflege bis zu 100 Jahren. Nicht nur deshalb sind Holzschindeln im Fassadenbereich eine interessante Alternative.

Gute Dämmung ist energiesparend, umweltschonend und dringend notwendig. Doch damit außen kein Schimmel ansetzt, werden Gifte in den Putz gemischt. Das birgt Gefahren für Mensch und Tier.

Vorgehängte hinterlüftete Fassaden haben geringere Unterhalts- und Folgekosten als konventionelle Systeme. Die Realisierung von Niedrigenergie- und Passivhaus-Standards ist ebenso möglich wie Photovoltaik-Paneele oder Warmwasser-Flachkollektoren.

Fassadenelemente aus Betonfertigteilen können ein- oder mehrschalig ausführt werden, beachten muss man eventuell vorhandene Durchbrüche. Bei Stiegen aus Fertigteilen müssen Einbauteile bereits bei der Herstellung der Stiege eingebaut werden.