Strahlungsarten - Natürliche und künstliche Strahlung

Beim Neubau gewährleisten die üblichen bautechnischen Maßnahmen zum Schutz der Gebäude gegen Bodenfeuchte in Verbindung mit einer Fundamentplatte aus Beton dass ein maximaler Strahlungswerte von 200 Bq/m³ nicht überschritten wird.

Sonnenstrahlen

Die bekannteste und wichtigste Quelle ist die Sonne. Die von der Sonne ausgesendete optische Strahlung reicht von wärmespendender Infrarotstrahlung (IR) über die sichtbare Strahlung (Licht - VIS) bis hin zur ultravioletten Strahlung (UV) (Unterteilung: siehe Tabelle).

Bereich

Wellenlänge

UV-Durchlässigkeit der Atomsphäre
UV-A 320 - 400 nm Gelangt fast vollständig auf die Eroberfläche
UV-B 280 - 320 nm Wird zu ca. 90% durch das Ozon absorbiert
UV-C 200 - 280 nm Wird fast vollständig in der Atmosphäre absorbiert


Je kürzer die UV-Wellenlänge ist, desto energiereicher ist die Strahlung und desto höher ist ihre biologische Wirksamkeit. In den oberen Schichten der Atmosphäre wird die UV-C-Strahlung durch molekularen Sauerstoff nahezu vollständig absorbiert. Dabei wird Ozon gebildet. Ozon ist ein sehr reaktives Gas mit der chemischen Formel O3. Dieses Ozon wirkt seinerseits als Filter für ultraviolette Strahlen. Die Filterwirkung von Ozon hängt wesentlich von der Wellenlänge der Strahlung ab. Im energiereichen kurzwelligen UV-B-Bereich ist sie besonders groß. Nimmt die Ozonschicht in der Atmosphäre ab, so steigt der Anteil der UV-B-Strahlung, der zur Erde durchdringen kann. Dieser Bereich ist aber gerade biologisch hochwirksam.

Naturstrahlung

Radon ist ein radioaktives Edelgas, das aufgrund seiner Mobilität durch Spalten, Risse und durchlässigen Untergrund ins Freie oder über Undichtigkeiten im Fundamentbereich in Häuser gelangt. Gesteine und Böden enthalten natürlicherweise Uran und Radium. Der Gehalt kann in Abhängigkeit von der Gesteins- oder Bodenart sehr unterschiedlich sein. Durch radioaktiven Zerfall entsteht aus Uran unter anderem Radium und daraus wiederum Radon.

Im Freien beträgt die Radonkonzentration in ein bis zwei Metern über dem Boden gewöhnlich 10 bis 30 Bq/m³, in manchen Gebieten kommen aber auch wesentlich höhere Konzentrationen vor. Die Radonkonzentrationen in Gebäuden sind hauptsächlich durch Radon aus dem Gebäudeuntergrund bestimmt. Die Radonkonzentrationen in den verschiedenen Bereichen eines Gebäudes sind von der Luftzirkulation im Haus, von der Raumaufteilung und -nutzung abhängig. Das vom Baugrund in das Gebäudeinnere gelangte Radon breitet sich vor allem durch Treppenaufgänge in die höher gelegenen Bereiche des Hauses aus. Beim Neubau gewährleisten häufig bereits die üblichen bautechnischen Maßnahmen zum Schutz der Gebäude gegen Bodenfeuchte in Verbindung mit einer Fundamentplatte aus Beton, dass der Planungswert von 200 Bq/m³ nicht überschritten wird.

Kernkraftwerks-Unfall

In einem Kernkraftwerk wird bei der Kernspaltung Energie für die Stromerzeugung frei. Dabei entstehen aber auch radioaktive Spaltprodukte: Die Gammastrahlung ist eine sehr energiereiche elektromagnetische Strahlung und damit von gleicher Natur wie das sichtbare Licht oder wie Radiowellen. Sie bewegt sich mit Lichtgeschwindigkeit und hat ein hohes Durchdringungsvermögen, so daß sie nur durch zentimeterdicke Bleiwände oder meterdicke Betonwände wirksam abgeschwächt werden kann. Die Bevölkerung ist in bei einem Kernkraftwerksunfall und durch die radioaktive Wolke durch folgende Arten der Strahlenbelastungen gefährdet:

Externe Strahlungen

  • Strahlung aus der darüberziehenden radioaktiven Wolke (Submersion)
  • Bodenstrahlung aufgrund abgelagerter, radioaktiver Teilchen (Fallout)


Interne Strahlungen

  • radioaktive Partikel, die wir einatmen (Inhalation)
  • Verzehr von verstrahlten (kontaminierten) Nahrungsmitteln oder Wasser

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Max Mustermann
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AutorIn:

Datum: 11.09.2010

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