Türblattaufbau

Türen gehören ob der erheblichen mechanischen und thermischen Anforderungen zu den am stärksten beanspruchten Einrichtungsgegenständen in Ihrem Haus.
Neben technischen Anforderungen müssen Ihre Türen auch harmonisch in die Raumgestaltung eingebunden werden.

Neben den technischen Anforderungen müssen Ihre Türen auch harmonisch in die Raumgestaltung eingebunden werden und in ihrer Form, Farbe, Holzart und Holzstruktur auf die zukünftige Einrichtung abgestimmt sein. Steht die Raumgestaltung noch nicht fest, sollten eher Türblätter und Türrahmen in neutralen Farben gewählt werden, die zu einem späteren Zeitpunkt dann in der gewünschten Farbe gestrichen werden können.

Oberflächenalternativen

Zumeist werden Türen nach ihrem optischen Eindruck ausgewählt. Dabei stehen verschieden Arten von Oberflächen zur Auswahl, z.B. Oberflächen aus

  • Holz bei Vollholztüren in Eiche, Fichte, Erle, etc. oder
  • holzfurnierte Deckplatte mit Furniere in z.B. Eiche, Ahorn, Buche, etc.
  • Beschichtungen und Lackierung in frei wählbaren Farbton
  • Kunststoff-Oberfläche, einfärbig oder mit Dekor

Rahmen und Mittellage

Der Aufbau eines Türblattes setzt sich zumeist aus einem Massivholzrahmen mit unterschiedlichen Innenlagen, angeleimten Türkanten und Deckplatten zusammen. Die Konstruktion ist abgesehen von gestalterischen Gründen vor allem von der erforderlichen Beanspruchungsgruppe und Klimaklasse abhängig.

  • Somit unterscheidet man Türblätter nach ihrem “Innenleben”:
  • Türen mit Karton-Wabenfüllung
  • Türen mit Röhrenspan-Einlage
  • Vollbau-Türen mit Spanplatte als Einlage
  • Vollholz-Türe
  • Schallschutz-Türen mit schalldämmenden Einlagen
  • Brandschutz-Türen mit brandhemmenden Einlagen

Von Türen mit Karton-Füllung und daher geringem Eigengewicht wird wegen der geringen schalldämmenden Wirkung abgeraten.

Falzausbildung

Unter Falz-Ausbildung versteht man die an drei Seiten umlaufende Kantenausbildung (links, rechts und oben), mit der das Türblatt an die Zarge anschließt. Die Ansichtsfläche der Falzausbildung sollte genauso wie die Gesamt-Oberfläche des Türblattes ausgeführt sein.

Kantenausführung

Im Türfalz wird zwischen Einleimer und Anleimer unterschieden.

  • Beim Einleimer wird die Deckplatte (mit Furnier) bis zur Vorderkante des Einleimers vorgezogen.
  • Beim Anleimer wird nur die Furnierlage bis zur Vorderkante des Anleimers vorgezogen.

Eine Qualitätstüre zeichnet sich durch allseitig gleichartig gerundete Kanten aus.

Darüberhinaus gibt es viele Variationen an Kantenausbildungen wie z.B. gerundete Softkanten, mit Fase oder wie eine Hohlkehle ausgeführt – Sie sollten dabei auch uf andere Profile der Türe wie z.B. Glashalteleisten, Zierleisten usw. achten, damit das Türblatt ein stimmiges Bild mit Ihrer Einrichtung bildet.

Kürzungseinlage

Eine Innentüre sollte sich um einige Zentimeter kürzen lassen ohne dass man beim Kürzen dabei auf den Kern der Konstruktion stößt. Für eine problemlose Anpassung beim Einbau ist eine sogenannte Kürzungseinlage an der Unterkante des Türblattes nötig. Daher sollte an dieser Stelle der Türblatt-Aufbau eine mind. 60 mm starke Massivholz-Leiste vorsehen.

Gestalterischen Elemente

Zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten in Kombination mit Glas, Farbe, Holzstruktur und Profilierungen lassen auch Ihre Türe leben. Achten Sie jedoch, dass Ihre Türe nicht zu bunt und unruhig wirkt und so einen zu dominanten Eindruck erzeugt.

 

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Datum: 29.03.2010

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