ATP-Expansion: Aufrücken im Architektenranking

Internationales Fachmedium reiht ATP architekten ingenieure als eines von zwei Büros aus dem deutschen Sprachraum unter die weltweiten Top 25. Mit ein Grund: die Expansion nach Berlin und nach Nürnberg – dort mit dem Schwerpunkt auf Gesundheitsbauten.

Laut den BD-Experten schaffte es ATP im jährlichen Ranking der größten Architektur- und Ingenieuerbüros ins vordere Viertel der Top 100. In puncto Auftragsvolumen sieht die Building Design-Jury die Planer aus Österreich mittlerweile auf Position vier in Westeuropa. Im Mittel- und Osteuropavergleich holt man bereits die Bronzemedaille. Auch in den Kategorien „Science & Production”, „Retail” und „Environment” hat man es unter die besten Zehn schaffen können, wie es via Aussendung heißt.

Fokus auf das Gesundheitsthema

Das britische Magazin führt den Aufwärtstrend der ATP-Familie zu einem nicht unwesentlichen Teil auf die Expansionspolitik in Deutschland zurück. Dort wurde ATP Berlin für lokale Projekte im Nordosten des Landes gegründet. Mit der Übernahme von Haid+Partner in Nürnberg, die nach einer dreijährigen Übergangsphase mit Jahresanfang 2018 schlagend wurde, will man beim Nachbarn verstärkt in der Gesundheitsbranche Fuß fassen.

Neu: ATP HAID architekten ingenieure

In Franken hat eine Doppelspitze – bestehend aus dem Architekten und Stadtplaner Urs Klipfel (links im Bild) und dem Bauingenieur Andreas Rieser – das Ruder bei der neu firmierenden ATP HAID architekten ingenieure übernommen. Mit einem 25-köpfige Mitarbeiterteam planen beide bereits den Neubau der Zentrale Medizinische Funktionen (ZMF) der Universitätsmedizin Rostock sowie den sechsten Bauabschnitts des Klinikum Passau mit Einrichtungen für Diagnose, Therapie und Pflege sowie Reha und Tagesklinik. In gleicher Tonart darf es dem Duo zufolge auch weitergehen: „Gemeinsam freuen wir uns auf viele spannende Projekte”, sagt Klipfel.

ATP © ATP

Hybrid-OP des Universitätsklinikums Mannheim.

ATP hält aktuell bei zehn Standorten in Europa. Mit Consultingbüros – unter anderem für den Bereich der Betriebsorganisation im Gesundheitswesen am Standort Frankfurt am Main (lifeline) – verfolgt die Architektengruppe einen integralen Planungsansatz. Zur Avantgarde zählt man beim Einsatz von BIM.


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Datum: 20.02.2018

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