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Neues Tool unterstützt Städte am Weg zur Smart City

Das AIT, Austrian Institute of Technology, entwickelt ein neues Decision Support Tool, welches Städte auf ihrem Weg in eine nachhaltige, energieeffiziente Zukunft unterstützen soll.

Die Urbanisierung schreitet voran, schon heute konsumieren Städte weltweit zwei Drittel der Gesamtenergie und sind für 75 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Schon seit geraumer Zeit hat sich das Austrian Institute of Technology der Entwicklung von Instrumenten verschrieben, die Metropolen auf ihrem Weg zur intelligenten Stadt unterstützen sollen. Mit seiner Arbeit und seinem Know-how hat sich das Institut inzwischen als starker Partner der EU-Kommission etabliert.

SCIS als umfassendes System

Im Auftrag von Brüssel arbeitet das AIT Energy Department nun an einem umfassenden Smart Cities Information System (SCIS). Es soll der Kommission als Grundlage für die künftigen EU-weiten, forschungspolitischen Entscheidungen dienen. Roadmaps, Normen, Baustandards und Förderprogramme sind die strategischen Instrumente, die mit den Ergebnissen der Auswertungen "gefüttert" werden sollen.

Gebündelte Informationen

Ziel von SCIS ist es, wie auch von den in der Vergangenheit durchgeführten EU-Initiativen wie etwa dem Vorgänger CONCERTO, Einzeltechnologien wie Photovoltaik, Windenergie oder Wärmepumpen in Städten zu erproben, und daraus Energiestrategien für ganze Stadtteile zu entwickeln. Aus der Analyse der Daten sollen Erkenntnisse gewonnen werden, die wiederum zu Politikempfehlungen für die Europäische Kommission führen und so ideale Rahmenbedingungen für die Realisierung von nachhaltigen und energieeffizienten Städten ermöglichen. „Wir werden die bereits bestehenden Daten mit Ergebnissen aus laufenden und künftigen EU-Projekten zu den Themen Smart Cities und energieeffiziente Gebäude zusammenführen“, so Wolfgang Loibl vom AIT Energy Department. „Dabei wollen wir erstmals auch die Aspekte Mobilität und Informations- und Kommunikationstechnologien berücksichtigen, die eine zentrale Rolle in den nachhaltigen Städten von morgen spielen. Durch diesen umfassenden Ansatz können wir in Zukunft alle Infrastrukturebenen einer Smart City abdecken.“

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Archivmeldung: 05.08.2015

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