Kingdom Tower

Seit beinahe 100 Jahren läuft der Wettkampf um das höchste Gebäude der Welt als Sinnbild für die Schaffenskraft moderner Architektur. Nun plant Adrian Smith einen neuen Meilenstein: Der Kingdom Tower in Jeddah soll über 1.000 Meter hoch werden.

AS&GG © AS&GG

80 Jahre ist das Empire State Building 2011 geworden. Und nach wie vor zählt es – aktuell auf Platz 16 - zu einem der höchsten Gebäude der Welt. Doch längst sind die gewaltigen Ausmaße von 381 Meter Höhe des Architekten William Lamb obsolet. Mit dem Burj Khalifa (828 Meter) hat Star-Architekt Adrian Smith bereits einmal ungeahntes vollbracht, jetzt tritt der Designer der „supertall buildings“ schlechthin an, seinen eigenen Rekord neuerlich zu brechen: Über einen Kilometer soll der Kingdom Tower in Jeddah, Saudi Arabien, über der Welt ragen.

„Unsere Vision des Kingdom Towers soll den neuen Geist Saudi Arabiens repräsentieren. Der Turm symbolisiert das Königreich als wichtiger globaler Wirtschafts- und Kulturführer, und demonstriert die Kraft und Kreativität seiner Bevölkerung“, erklärt dazu Smith. Architektonisch stellt der künftige Riese unter den Riesen Blätter dar, die aus dem Boden schießen – einen Ausbruch neuen Lebens, der Wachstum verkündet.

Auf einer Fläche von 530.000 Quadratmeter soll der neue Turm mindestens 173 Meter größer als Burj Khalifa werden und unter anderem ein Four Seasons Hotel, Apartments, Büroflächen und der Welt höchstes Observatorium beherbergen. Insgesamt soll er rund 1,2 Milliarden Dollar kosten, für das Gesamtprojekt der umliegenden Kingdom City werden 20 Milliarden Dollar veranschlagt. (Helmut Melzer)

(ohne Antennen bzw. Funktürmen)

1 Burj Khalifa (Dubai), 828 Meter, Skidmore, Owings & Merill (Adrian Smith)
2 Mecca Royal Clock Tower Hotel (Saudi Arabien), 601 Meter, Dar al-Handasah Shair
3 Taipei 101 (Taiwan), 508 Meter, C.Y. Lee & Partners
4 Shanghai World Financal Center (China), 492 Meter, Kohn Pederson Fox
5 International Commerce Center (Hongkong), 484 Meter, Kohn Pederson Fox
6 Petronas Towers (Malaysia), 452 Meter, Cesar Antonio Pelli
7 Greenland Square Zifeng Towers (China), 450 Meter, Skidmore, Owings & Merill
8 Willis Tower (Sears Tower, USA), 442 Meter, Skidmore, Owings & Merill (Bruce Graham)
9 Kingkey 100 (China), 441 Meter, Terry Farrell and Partners
10 Guangzhou International Finance Tower (China), 438 Meter, Wilkinson Eyre


AutorIn:

Datum: 23.04.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Projekte

Umbau am Alsergrund: Für Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou ist das Areal rund um den Franz- Josefs-Bahnhof das aktuell „spannendste Entwicklungsgebiet der Stadt“. Vor Journalisten wurde nun der strategische Entwicklungsrahmen für das dort bis 2025 neu entstehende „Althan Quartier“ ausgerollt. Geplant ist ein Aufbrechen der Kubatur beim Julius-Tandler-Platz. Gemeinsam mit der Bevölkerung soll laut Leitbild ein Mischgebiet aus Wohn-, Verkehr- und Geschäftsflächen mit viel Grünraum – inklusive dem ersten wirklichen Hochpark der City – entstehen. Die Planung tritt in die heiße Phase.

Für Reich und Schön ist er einer der angesagten Türöffner ins bizarre wie opulente Wohnvergnügen: Jetzt hat Bauherr und Immobilienzambo Bruce Makowsky in Sachen größer, teurer und noch extravaganter einmal mehr eins draufgelegt. Für alle Big Player, die es nach Bel Air zieht, hat er ein nagelneues schlüsselfertiges Luxus-Anwesen in der kalifornischen Stadtlandschaft – mit Aussicht auf die Skyline der Megalopolis von Los Angeles – im Angebot. Der kolportierte Kaufpreis – 250 Millionen Dollar – ist nichts für Mann oder Frau mit schlanker Brieftasche.

Fassadenkunst einmal anders. Passanten in Unter St. Veit ist es sicher schon ins Auge gefallen, und auch Pendler auf der Wiener Westausfahrt können sie nicht übersehen: Seit Mitte Oktober prangt an der Adresse Hietzinger Kai 131 – ein Wohnhaus der Buwog und gleichzeitig deren Firmensitz – eine Installation in XXL von Anna Zwingl. Die Künstlerin hat es im Rahmen eines Wettbewerbs als eine von vieren auf die Hauswand geschafft.

„Floating Homes” faszinieren. Immer mehr solche Wohnträume werden auch in Österreich Realität. Das Wohnen am Wasser und die Möglichkeiten bzw. Voraussetzungen für die Umsetzung waren das Thema des vierten Blaue Lagune Dialogs, der im September 2016 statt fand.

Der österreichische Dämmstoffpionier Austrotherm hat einen neuartigen Hochleistungsdämmstoff auf den Markt gebracht. „Austrotherm Resolution“ dämmt Fassaden, Fußböden, Flach- und Steildächer fast doppelt so gut wie herkömmliche Dämmstoffe.

Am nordöstlichen Ende von Norwegen, wo die Polarnacht fast zwei Monate dauert und zweieinhalb Monate die Mitternachtssonne scheint, entsteht ein neues, modernes Krankenhaus, das komplett in Modulbautechnologie produziert wird. Aufgrund der exponierten Lage und des multikulturellen Hintergrundes der Region, ein außerordentliches Imageprojekt für das Land Norwegen.

Das EinBaumHaus von Wolfgang Lackner besteht aus rein biologischen, möglichst unbearbeiteten Materialien und aus nachwachsenden Rohstoffen. Es kann im Grunde aus einem einzigen Baum gebaut werden.

In Schwechat, nahe der Stadtgrenze zu Wien, entsteht das Wohnprojekt Alanova. Insgesamt 88 Einheiten in anspruchsvoller Architektur werden auf historischem Baugrund von BUWOG und WET errichtet.

Laut Studie hält der Trend zu geneigten Dächern wie dem Satteldach an. Flache Dächer werden zwar als Designvariante eingestuft, sind aber nicht die erste Wahl bei der Errichtung des eigenen Traumhauses.