Lichtbetonhersteller LCT gewinnt Innovations-Challenge

Technologie-Investor Hermann Hauser fahndete mit seinem „Institute for Entrepreneurship Cambridge - Tirol“ nach erfolgversprechenden Geschäftsideen. Fündig wurden er und seine finanzkräftigen Trendscouts beim steirischen Lichtbetonspezialisten LCT.

Zur I.E.C.T.-Challenge 2017 hatten sich 60 heimische Unternehmen, die allesamt im Innovations-, IT-und Dienstleistungssegment angesiedelt sind, angemeldet. Sie alle standen vor der nicht leichten Aufgabe, die Jury über mehrere Entscheidungsebenen hinweg vom Potenzial ihrer Produktidee zu überzeugen: Gefragt waren und hinterfragt wurden realistische Wachstumsszenarien. Aus der Runde der letzten sechs ging in der Werkstätte Wattens schlussendlich die steirische LCT als Sieger hervor. Der Lohn? Ein Teambuilding-Event für die ganze Unternehmensmannschaft und ein Privatissimum mit möglichen Geldgebern rund um und mit Großinvestor Hermann Hauser (im Bild: Erster von rechts).

Und die Chancen auf weiteres Investment scheinen mehr als intakt. Eine bereits abgeschlossene Crowdinvestment-Kampagne hat laut den Steirern, die Terrassen, Balkone und (Verkehrs-)Wege aufrüsten, bereits mehr als 600 Business Angels und Kapitalgeber erreicht. Jetzt sei man stolz darauf, es unter allen Teilnehmern auf das Siegertreppchen geschafft zu haben, so Geschäftsführer Alexander Haider (Bildmitte) in seiner ersten Reaktion über den ersten Platz. Gemeinsam mit den potenziellen Financiers will er die weitere Entwicklung des Unternehmens noch stärker voranzutreiben.

Jurymitglieder mit großer Erwartungshaltung

„Wir trauen LCT absolut zu, in den nächsten Jahren ein ‚Global Player’ zu werden und sind zuversichtlich, dass sie ihre durchaus ambitionierten Ziele auch erreichen werden“, kommentiert Jurymitglied Frank Hummler die Challenge. Auf Katharina Ehrenfellner, Chefin des Crowdinvestors Conda, sprach in Wattens von einem würdigen Sieger. „Den Ausschlag dafür, dass LCT sogar die Challenge gewinnen konnte, hat sicher gegeben, dass das Unternehmen jetzt bereits sehr erfolgreich am Markt tätig ist und den Geschäftsführern der weitere Ausbau der weltweiten Tätigkeiten absolut zugetraut wird.“

Auf der Straße und der Hausfassade

Überzeugt hat die im Jahr 2010 in Hofstätten an der Raab gegründete LCT mit dem Produkt „LightStone“; eine industriell gefertigte Betonplatte mit LED-Licht, die laut den Entwicklern sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich eingesetzt werden kann. Möglich wird damit die Beleuchtung von Straßen, Gehwegen, Zufahrten, Terrassen oder Balkonen. Zudem produziert man taktile Leitsysteme für Bahnhöfe oder Stadien, aber auch für Leuchtfassaden.

LCT GesmbH © LCT GesmbH

LCT-Lichtbetonpfad im Königspalast in Jeddah.

Die Steirer kombinieren dazu Licht-, Beton- und Kunststofftechnologie. Seit dem Jahr 2014 hält LCT zahlreiche Patente, mit denen man es nach eigener Aussage im neuen Segment bereits an die Weltspitze geschafft habe. Adressiert werden Privatkunden, Architekten und Bauunternehmer, national wie international. Gegenwärtig unterhält LCT starke Geschäftsbeziehungen in den skandinavischen Raum und ins Baltikum. Auch auf der Arabischen Halbinsel ist man aktiv. So wurden LCT-Leuchtbetonplatten bereits in den saudischen Königspalast in Jeddah eingearbeitet.


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Datum: 06.11.2017

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