Die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou unterzeichnete gemeinsam mit 36 BürgermeisterInnen aus ganz Europa den BürgermeisterKonvent © APA/Martin Hörmandinger

Stimme und Stimmung für die nachhaltige Stadt

Dem Wandel nachhaltig verpflichtet: Drei Tage lang war Wien Austragungsort für die Urban Future Global Conference und damit Anziehungspunkt für alle, die für eine richtungsweisende Ausgestaltung städtischer Räume eintreten.

In 57 Veranstaltungen diskutierten rund 3.000 Teilnehmer in der Messe Wien Fragen zum Klimaschutz und über mögliche Prozesse, die zu einer ökologischen wie sozial verträglichen Stadt führen können. Ebenfalls ganz oben auf der Agenda: der Technologiewandel und seine Implikationen auf den Planungsstandard und unser aller Mobilitätsverhalten.

Scheitern in der Stadt: Chancen ableiten

Neben vielen Analysen und Forschungsdaten waren es vor allem die vielen, teils sehr persönlichen Geschichten der 230 Redner – darunter Bürgermeister, Planer, Juristen und Vertreter zahlreicher NGOs –, die die Zuhörer über den Zustand und Zukunftshoffnungen von großen wie kleinen Agglomerationen nachdenken ließ. Was unter anderem auf Entscheiderebene schief laufen kann, wurde im Rahmen der „FuckUp Night“ für Städteverantwortliche ohne Scheu diskutiert. Verantwortliche aus Gent, Oslo, Stockholm, Vancouver und die Gastgeberstadt legten den Finger in die Wunde und wiesen auf „Räume des Scheitern“ hin – und gingen der Frage nach, was sich daraus lernen ließe.

Auch Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou redete Tacheles und gab sich teils sehr selbstkritisch – etwa in Bezug auf die Umsetzung des Projektes  „Mariahilferstraße“. Einiges würde sie heute in der Planungs- und Umsetzungsphase definitiv anders angehen, wie sie vor interessiertem Publikum äußerte.

37 Bürgermeister an einem Strang

Zuvor war sie mit 36 weiteren Bürgermeistern aus ganz Europa zusammengetroffen (Im Bild), um eine Vereinbarung zur Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung nachhaltiger Energiequellen zu unterzeichnen. Mit dem Abkommens wollen die Städte, die rund 10 Millionen EU-Bürger vertreten, die energiepolitischen Vorgaben der Europäischen Union im Hinblick auf die Reduzierung der CO2-Emissionen um 40 Prozent bis zum Jahr 2030 unterstützen. Zudem hat sich das Gremium darauf geeinigt, die Folgen des Klimawandels gemeinsam möglichst gering halten zu wollen. Für die Stadt Wien sei diese Vereinbarung ein weiterer Schritt in Richtung einer Smart City, wie Vassilakou betonte, die gleichzeitig auf frische Ergebnisse des Monitorings der Smart City Strategie verwies und weitere Umsetzungsschritte ankündigte.  

Die nächste Urban Future Global Conference geht im Mai nächsten Jahres in der norwegischen Hauptstadt Oslo, frisch gekürte „European Green Capital 2019“, über die Bühne.

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Datum: 02.03.2018