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Neue Richtlinie für Wärmedämmverbundsysteme

Das Österreichische Umweltzeichen hat eine neue Richtlinie für Wärmedämmverbundsysteme herausgegeben, das einen starken Fokus auf die Umweltverträglichkeit der einzelnen Komponenten legt. Die Details.

Kleber, Wärmedämmstoff, Putz, Bewehrung und Elemente zur Befestigung machen ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) aus. Es steigert die Energieeffizienz von Gebäuden, wirkt als „Kältedämmung“ im Sommer und schont das Klima, weil durch den geringeren Energiebedarf weniger CO2 ausgestoßen wird. Bei der Optimierung von WDVS standen bisher die Verbesserung der Wärmedämmung und des Gebäudeschutzes vor Witterungseinflüssen sowie optische Eigenschaften im Vordergrund, der Umweltgedanke wurde dabei allerdings vernachlässigt. Mit der neuen Richtlinie des Österreichischen Umweltzeichens für Wärmedämmverbundsysteme (UZ 79) werden nun auch der Umwelt- und Gesundheitsschutz sowohl bei der Herstellung der Materialien als auch in der Nutzungsphase berücksichtigt.

Mit dem Umweltzeichen für WDVS werden Produkte gekennzeichnet, die

  • mit „best in class“ Werkstoffen und Materialien hergestellt werden,
  • keine gefährlichen Schadstoffe und Chemikalien enthalten, die bei der Abfallentsorgung problematisch sind,
  • keine kritischen Flammschutzmittel und Treibmittel aufweisen,
  • keine Biozide als Filmschutzkonservierungsmittel in Beschichtungen verwenden und
  • Aussagen zur Ökobilanz der Produktherstellung machen.

Anforderungen an Planung und Montage

Neben den stofflichen Eigenschaften spielen auch die professionelle Planung und fachliche Montage eine Rolle, um das Umweltzeichen für ein WDVS zu erhalten. Denn angestrebte Umweltschutz-Ziele können nicht erreicht werden, wenn die geplante Konstruktion ungeeignet ist oder das System durch eine unsachgemäße Montage beschädigt wurde. Kriterien wie die Einhaltung der Energieeinsparvorgaben, eine sachgerechte Ausführung oder ein recyclinggerechter Rückbau müssen daher ebenfalls erfüllt sein.

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Datum: 06.09.2021

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