Warema Außenjalousien mit selektiv beschichteter Lamelle lenkt ca. 30 % mehr Tageslicht und ca. 50 % weniger Wärme in das Gebäude als Außenjalousien mit vergleichbaren Lamellenfarben. © Warema

Smarter Sonnenschutz: Energie sparen, Klima schonen

Mit intelligentem Sonnenlichtmanagement auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz in den eigenen vier Wänden? Ein Sonnenschutzexperte erklärt, wie man den Wohlfühlfaktor sowie Klimaschutz- und Spareffekte digital steuern kann.

Allein in Deutschland entfallen 36 Prozent des Endenergieverbrauchs auf den Gebäudebereich, wie die Deutsche Energieagentur in ihrem dena-Gebäudereport für das Jahr 2018 festgestellt hat. Gespart werden kann auf vielfältige Weise. Bauphysiker Ulrich Lang vom technischen Sonnenschutzproduzenten Warema lenkt dabei den Blick auf automatisierte Beschattungssysteme. Sein sonniger Befund: beeing smart ist nachhaltig – sowohl beim Heizen und Kühlen sowie auch beim Beschatten.

Mehr als nur Schattenspender

„Wer innen- und außenliegende Sonnenschutzprodukte mit intelligenten Steuerungen bisher als reine Verschattungsmöglichkeit und attraktive Gestaltungselemente betrachtet hat, unterschätzt deren vielfältige Wirkungsweise“, sagt Warema-Bauphysiker und -Energieeffizienzexperte Ulrich Lang. Fakt sei vielmehr, dass sich damit messbare Beiträge zur Energieeffizienz erzielen ließen.

IVRSA-Studie: Sparen mal drei

Eine aktuelle Studie der Industrievereinigung Rollladen-Sonnenschutz-Automation (IVRSA)unterstützt seinen Befund. Ihr Fazit: Je nach Gebäude mit der richtigen Kombination von Fenster und automatisiertem Sonnenschutz lassen sich im Vergleich zu Fenstern ohne Sonnenschutz bis zu 50 Prozent Kühlenergie und bis zu 30 Prozent Heizenergie einsparen.

Das funktioniert so: Im Winter wird die Strahlung der Sonne tagsüber in die Räume geleitet, um diese zu erwärmen. Nachts wird durch die Luftpolster zwischen dicht schließendem außenliegendem Sonnenschutz, zum Beispiel Rollladen, und Fenster die Wärmedämmung erhöht, so dass die Wärme nicht nach draußen entweicht. Im Sommer verhindert der Sonnenschutz tagsüber das ungewollte Aufheizen der Räume. Besonders effizient ist hierbei außenliegender Sonnenschutz, welcher die Sonnenstrahlen schon vor der Scheibe abfängt. In der Nacht erlauben beispielsweise Außenjalousien, im Fachjargon Raffstoren, das Öffnen der Fenster zum Lüften bei gleichzeitigem Sichtschutz.

Entscheidend für die optimale Energieeinsparung sind dabei automatisierte Steuerungssysteme. Lang rät zu bidirektionalen Funksystemen wie sie auch Warema mit der WMS-Serie zur Verfügung stellt.

Smart ist gleich effizient

Der Vorteil der über App bedienbaren Automatik liege laut Hersteller in ihrer Feinfühligkeit und den schnelleren Reaktionszeiten. Wenn die Bewohner feststellen, dass es ihnen zu warm in einem Raum wird, ist es schon zu spät, um durch den Sonnenschutz noch ein Aufheizen zu verhindern. Der automatisierte Sonnenschutz reagiert jedoch selbsttätig und rechtzeitig auf Temperatur- und Klimaveränderungen.

Nicht zuletzt tragt auch innenliegende Sonnenschutz zu Effizienzsteigerungen bei. Mit einem hellen, hochreflektierenden Behang lässt sich der Raum angenehm und blendfrei mit Tageslicht erhellen, während die Sonnenstrahlen nach außen zurückgeworfen werden. Im Vergleich zu einer Verglasung ohne Sonnenschutz kann der Wärmeeintrag der Sonne so um bis zu 60 Prozent reduziert werden. Ein dunkler Behang hingegen unterstützt im Winter die Heizung, da er die Sonnenstrahlen absorbiert und so den Wärmeeintrag erhöht. Er lässt jedoch auch weniger Tageslicht ins Innere.

Bedarf beim Beleuchten

„Weniger bekannt und etwas überraschender ist vielleicht, dass sich neben Wärme- und Kühlenergie auch Strom für die Beleuchtung sparen lässt. So ermöglicht nach unseren Berechnungen ein Sonnenschutz mit Lamellen zusammen mit einer guten automatisierten Steuerung Energieeinsparungen für Kunstlicht um mindestens 20 Prozent. Mit der Lamellennachführung werden die Lamellenwinkel so weit geöffnet, dass kein direkter Sonnenstrahl ins Innere gelangen kann. Gleichzeitig kommt möglichst viel diffuses Tageslicht durch die teilweise geöffneten Lamellen herein. Dadurch muss für die Beleuchtung deutlich weniger Kunstlicht eingeschaltet werden“, so Lang.

Energie- und Klimafaktor

Mit einem automatisierten Sonnenschutzsystem lassen sich das ganze Jahr über Wärme und Strom einsparen. Beispiel: Würde der gesamte Wohnbestand Deutschlands mit automatisiertem Sonnenschutz ausgerüstet werden, ließen sich bis zu sechs Millionen Tonnen CO2-sparen, wie die Autoren der IVRSA-Studie vorgerechnet haben.

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Datum: 12.09.2018

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