Staatspreis für Architektur: Shortlist 2019 steht

Kürzlich wurden die besten und interessantesten 17 Projekte auf die Shortlist für den Staatspreises für Architektur und Nachhaltigkeit 2019 gesetzt. Somit steht einer spannenden sechsten Auflage nichts mehr im Wege.

„Der Gebäudebereich ist für über ein Drittel des Energieverbrauchs in Österreich verantwortlich und daher ein wichtiger Hebel, um die Klimaschutzziele der Republik zu erreichen. Die Vielzahl an Einreichungen belegt eindrucksvoll, dass hochwertige Architektur und ambitionierte Anforderungen an Nachhaltigkeit keinen Widerspruch darstellen. Österreich kann in allen Belangen des Hochbaus ein klares und wirksames Zeichen für Klima- und Umweltschutz setzen. Das macht viel Mut für die Zukunft!“, freut sich die Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek im Rahmen der Bekanntgabe der Nominierungen für den heurigen Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit.

Jury betont herausragendes Niveau

Die sechs-köpfige Jury ist gleichermaßen mit Expertinnen und Experten aus Architektur und Nachhaltigkeit besetzt. Beiden Gruppen steht ein Vetorecht bei der Auswahl zu. Als Ausgangsbasis für die Nachhaltigkeitsbewertung werden dabei die strengen Anforderungen des klimaaktiv Gebäudestandards herangezogen.

"Auffallend ist die große Anzahl an Bildungsbauten, und besonders erfreulich die sehr überzeugenden Sanierungsbeispiele. Es ist beachtlich, wie eine relativ kleine Community an initiativen Fachleuten beweist, dass wir für die Architektur einen Plan für die Klimarettung haben“ so der Vorsitzende der Staatspreis-Jury Roland Gnaiger, Architekt und Professor an der Kunstuniversität Linz. Die Preisträger werden im Oktober 2019 in Wien bekannt gegeben.

Erstmals heuer: Ensembles & Quartiere

Unter den eingereichten Bewerbungen befinden sich Gebäude sämtlicher Nutzungskategorien, sowohl im Neubau als auch in der Sanierung. Neu hinzugekommen ist heuer die Kategorie für Ensembles und Quartiere: Denn um Lösungen für Fragen des Klimawandels und der Zersiedelung zu entwickeln, hat die nachhaltige Siedlungsentwicklung eine Schlüsselfunktion inne. Vernetztes Denken, zukunftsfähige Mobilitätssysteme, sparsamer Umgang mit Flächen und hochwertige Freiraumqualitäten sind Aufgaben, denen Gemeinden und Städte gegenüberstehen.

Die Nominierten im Detail


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Datum: 10.09.2019

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