Architektonisches Storytelling

Architekt Reginald Chociwski will Geschichten erzählen, die von zwei Seiten erzählt werden – Auftraggeber und Ausführer. Das Fundament auf dem er bauen will, setzt, wie er sagt, „Fragen, Erzählen und Zuhören“ voraus. Was dabei herauskommen kann, zeigt ein aktuelles Projekt in einer Villengegend in Wien Hetzendorf.

chociwski architekten haben dort für den Enwickler Winegg Realitäten die Wohnhausanlage Kaulbachstraße – mit Blick auf den Schlosspark – realisiert. Auf zwei Parzellen wurden drei versetzte Gebäude im Stadthaus-Stil errichtet. Zwei wurden gekoppelt, alle drei sind durch eine gemeinsame Tiefgarage unterirdisch verbunden.

Architektonischer Dialog – nach innen und außen

Tirza Podzeit, Architekt Reginald Chociwski © Tirza Podzeit, Architekt Reginald Chociwski

Bürochef: Architekt Reginald Chociwski.

Die kürzlich fertiggestellte Niedrigenergie-Anlage umfasst 22 Apartments, die zwischen 45 und 110 Quadratmeter groß sind. Luft gibt es bei einer Raumhöhe zwischen 2,7 und 2,8 Metern nicht nur nach oben.

Sämtliche Einheiten, die den Planern zufolge eine klare sowie individuelle Formensprache zeigen, verfügen über Freiflächen – in Form von Garten, Dachterrasse oder Balkon. „Die Aufteilung der Wohnnutzfläche von insgesamt 1.800 Quadratmetern auf drei Häuser erlaubte es, die Höhe der Gebäude auf jeweils vier Etagen zu begrenzen. Dadurch gelang es, die Kleinmaßstäblichkeit der Umgebung aufzunehmen und diesen Dialog durch unterschiedliche Wohnungsgrößen und Typologien noch zu verstärken“, heißt es aus dem Architekturbüro.

Vor 17 Jahren gegründet, sind Reginald Chociwski und sein Team heute auf die Bereiche Wohnbau, Dachgeschoss-Ausbau, Althausrevitalisierung und Retail spezialisiert. An den zwei Firmenstandorten in der Wiener Schlossgasse und im oberösterreichischen Steyr beschäftigt die chociwski architekten ZT-GmbH aktuell zwölf Mitarbeiter.


AutorIn:

Datum: 28.08.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Projekte

„Floating Homes” faszinieren. Immer mehr solche Wohnträume werden auch in Österreich Realität. Das Wohnen am Wasser und die Möglichkeiten bzw. Voraussetzungen für die Umsetzung waren das Thema des vierten Blaue Lagune Dialogs, der im September 2016 statt fand.

Der österreichische Dämmstoffpionier Austrotherm hat einen neuartigen Hochleistungsdämmstoff auf den Markt gebracht. „Austrotherm Resolution“ dämmt Fassaden, Fußböden, Flach- und Steildächer fast doppelt so gut wie herkömmliche Dämmstoffe.

Am nordöstlichen Ende von Norwegen, wo die Polarnacht fast zwei Monate dauert und zweieinhalb Monate die Mitternachtssonne scheint, entsteht ein neues, modernes Krankenhaus, das komplett in Modulbautechnologie produziert wird. Aufgrund der exponierten Lage und des multikulturellen Hintergrundes der Region, ein außerordentliches Imageprojekt für das Land Norwegen.

Das EinBaumHaus von Wolfgang Lackner besteht aus rein biologischen, möglichst unbearbeiteten Materialien und aus nachwachsenden Rohstoffen. Es kann im Grunde aus einem einzigen Baum gebaut werden.

In Schwechat, nahe der Stadtgrenze zu Wien, entsteht das Wohnprojekt Alanova. Insgesamt 88 Einheiten in anspruchsvoller Architektur werden auf historischem Baugrund von BUWOG und WET errichtet.

Laut Studie hält der Trend zu geneigten Dächern wie dem Satteldach an. Flache Dächer werden zwar als Designvariante eingestuft, sind aber nicht die erste Wahl bei der Errichtung des eigenen Traumhauses.

Natürliches Licht ist für die Gesundheit essentiell, doch gerade in Großstädten ist es oft Mangelware. Neben städtebaulichen Maßnahmen, kann auch bei der Sanierung von Gebäuden viel Licht gewonnen werden.

Das Magistrat45 der Stadt Wien will die Donauinsel zum 25. Inseljubiläum noch attraktiver gestalten. In Kooperation mit dem VÖZ suchte daher der concrete design award 2013 den schönsten Grillplatz aus Beton.

Die Urbanauts nutzen leerstehende Geschäftslokale als besonderen Lebensraum für Reisende. Ehemalige Boutiquen werden zu zentrumsnahen Hotelzimmern.