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Betonbau-Weltmeister aus Österreich

Rund 1000 Jungfachkräfte aus 58 Ländern und Regionen traten bei der diesjährigen Berufs-WM gegeneinander an. Darunter auch 45 österreichische Teilnehmer, für die es jede Menge Edelmetall regnete.

 

Jahr für Jahr messen sich die besten Jungfachkräfte der Welt bei den World Skills. Die Bewerbe der 46. Auflage fanden nach pandemiebedingter Absage der World Skills in Shanghai heuer erstmals über mehrere Wochen rund um den Globus statt. Einer der Austragungsorte war Salzburg, wo im Messezentrum rund hundert junge Fachkräfte in sieben Wettbewerben gegeneinander antraten, unter anderem in den Kategorien Hochbau und Betonbau.

Betonbauer holen Gold

In der Kategorie Betonbau setzten sich Oliver Waily und Jonas Schulner, Lehrlinge bei Leyrer + Graf, gegen ihre internationalen Mitstreiter durch und holten die Goldmedaille vor Deutschland und China. Das niederösterreichische Weltmeister-Duo errichtete einen großen Unterzug sowie einen Bewehrungskorb, auf Basis einer aufwändigen Wandschalung. Im Zuge dessen realisierten sie unterschiedliche Mauerstärken, Abstufungen und Winkel sowie eine Rohrdurchführung. Ein Teil davon wurde betoniert und in die Oberfläche des Mauerstücks ein Yin-Yang-Symbol eingearbeitet. Waily betont in der ersten Stellungnahme: „Man hat das Gefühl, man hat gute Arbeit geleistet, 130 Prozent gegeben. Dann hofft man aufs Stockerl. Dass es jetzt wirklich der Erste worden ist, da geht es um einen halben Millimeter – und den waren wir vorn."

20 "Medallions for Excellence“

Über die verschiedenen Berufe hinweg gingen insgesamt 20 "Medallions for Excellence" an Österreich, eine Auszeichnung, die für besonders tolle Leistungen abseits der Podestplätze vergeben wird. Im Hochbau wurde der Steirer Kilian Lupinski (Firma Karl Puchleitner) ausgezeichnet, im Gartenbau die Tiroler Julian Erharter und Christoph Schipflinger (Hussl Gartengestaltungs- und Landschaftsbau).

Platz 2 für Österreich in der EU-Wertung

Im internationalen Medaillenspiegel wird Österreich in der EU-Wertung sensationell
Zweiter – vor dem Team Austria liegt lediglich Frankreich. Den Sieg im Medaillenspiegel
holt sich China, vor Korea und Taiwan. Bei WorldSkills-Bewerben wird zur Ermittlung des
Rankings eine eigene Zählweise angewendet: Für Goldmedaillen gibt es vier, für Silber
drei, für Bronze zwei und für „Medallions for Excellence“ einen Punkt. Die Summe der
Punkte entscheidet über die Platzierung.

Im internationalen Medaillenspiegel wird Österreich in der EU-Wertung sensationell Zweiter – vor dem Team Austria platzierte sich lediglich Frankreich. Den Sieg im Medaillenspiegel holt sich China, vor Korea und Taiwan. Österreich zählt traditionell zu den besten Nationen bei den World Skills, die diesjährige WM zählt aber zu den erfolgreichsten aller Zeiten: Die österreichischen Lehrlinge holten insgesamt zwölf Medaillen, sechs in Gold, zwei in Silber und vier in Bronze.

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Datum: 12.12.2022

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