Irische Investorengruppe setzt auf gute Ausbildung

Drei Jahre müssen die Manager von "Parker Green" die Schulbank drücken, bevor sie auf die Märkte Ost- und Mitteleuropas losgelassen werden; die irische Investorengruppe setzt kompromisslos auf Qualität

Trotz schlimmer Nachrichten aus Mittelosteuropa scheint die Region noch immer ein interessantes Pflaster für Investoren und Developer gleichermaßen zu sein: „Parker Green“, eine irische Investment- und Development-Gruppe mit Osteuropasitz in Bratislava, eröffnete am 1. Dezember ihre Dependance in Prag. Erst 2005 kam die Gruppe in die Slowakei und expandiert nun in die Tschechische Republik, will schon im nächsten Jahr Filialen in Polen und Ungarn eröffnen.

"... noch so einiges in der Pipeline"
„Parker Green“ hatte bereits vorher ein lokales Wohnbauprojekt im Prager Bezirk Karlín, der Karlsstadt, und ein Appartementkomplex in Brünn entwickelt – wobei aber „Parker Greens“ Schwerpunkt eher im Gewerbesektor und der Errichtung von Einkaufszentren liegt. Pläne und Angebote in dieser Richtung – so der Zuständige für Geschäftsentwicklung Petr Pavalek – liegen bereits vor, blieben aber vorerst intern.

Als „Grüne“, so der Executive Director von „Parker Green Prag“, Jan Blažek, „sind wir natürlich auch an der Entwicklung von ,brownfields‘, abgebauter Industrieanlagen, interessiert.“ Die Gruppe möchte in naher Zukunft zuallererst eine Entwicklungs-, weniger eine Investitionstätigkeit entfalten – in erster Linie in Städten der Größenordnung um 70 bis 80.000 Einwohner. Einen Schwerpunkt wird dabei die Errichtung neuer Shoppingcentren bilden. Auch wenn der Markt in diesem Bereich gesättigt erscheint, sehen die Neuankömmlinge in der Tschechischen Republik doch noch ein beträchtliches Entwicklungspotenzial.

Kein Abschluss ohne intensives Training
„Parker Green“ hat sich auf den Einstieg in den ostmitteleuropäischen Markt drei Jahre lang mit einem eigenen Trainingsprogramm für den künftigen Mitarbeiterstab in Zusammenarbeit mit der University of Ulster in Nordirland vorbereitet: „Der Schlüssel ist es, sehr vorsichtig und selektiv vorzugehen und Marktforschung bis hinunter auf Detailniveau zu betreiben, um sicherzustellen, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden,“ erklärt Managing Director Gerard O'Hare.


Autor:

Datum: 12.01.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Neue Struktur für das wachsende Wohnungssegment: Mit 1. Juni 2018 wird die in Gründung stehende „EHL Wohnen ...