Buwog verkauft über 1.000 Wohnungen in Tirol

Die Buwog Group hat den Verkauf von gut 1.100 Wohnungen im Bundesland Tirol gemeldet. Damit werden rund 89.000 Quadratmeter Gesamtmietfläche – rund 4,8 Prozent des Österreich-Portfolios – veräußert. Käufer ist der Immo-Investor Jargonnant Partners. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart, das Closing soll laut Aussendung bis Mitte 2017 über die Bühne gehen.

Der sich dadurch errechnende Abgang bei den Nettokaltmieteinnahmen und die geringeren Verkaufsoptionen sollen laut Konzernangaben die Buwog-Bilanz nicht verwässern. Das erwartete Minus beim Recurring FFO (Anm.: wichtige Kennzahl zur operativen Geschäftsentwicklung), das vom Konzern mit knapp vier Millionen Euro beziffert wird, dürfte den Eigenangaben zufolge durch die Ende Oktober 2016 gemeldeten Refinanzierungsmaßnahmen kompensiert werden. Gleichzeitig will man durch den frisch verfügbaren Cash-Flow die Wachstumsstrategie in Deutschland weiter vorantreiben.

Mit dem Verkauf der Wohnungen an Jargonnant Partners sei sowohl im Sinne der Mieter als auch im Sinne der Aktionäre eine optimale Lösung gefunden worden, sagt Buwog-CEO Herwig Teufelsdorfer (im Bild). „Der Verkauf unseres Bestands in Tirol trägt wesentlich zur strategischen Fokussierung auf unsere Kernmärkte bei.“


AutorIn:

Datum: 12.12.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Investment

Wie Branchenmedien berichten, sollen die Büroflächen im Millennium Tower den Besitzer gewechselt haben. Als Käufer wird die deutsche Art-Invest Real Estate genannt, die damit erstmals in Österreich investiert. Finanzielle Details werden nicht kommuniziert.

Der oberösterreichische Betonfertigteilproduzent hat die Mehrheit des steirischen Fertigkellerbauers übernommen. Der Deal muss noch von der Wettbewerbsbehörde abgesegnet werden, über den Kaufpreis der Kammel GmbH wurde beiderseits Stilschweigen vereinbart.

Die Crowdinvesting-Plattform Rendity legt ihr siebentes Immobilienprojekt des Jahres 2017 auf. Investiert werden kann in einen teamneunzehn-Neubau. Das Finanzierungsvolumen beziffert Rendity mit 600.000 Euro; Laufzeit 36 Monate, Rendite 6,5 Prozent.

Fast keine Woche ohne Signa-Deal in den Medien: Der Real Estate-Konzerns meldet die Übernahme von „fünf Trophy Assets“ in Deutschland: mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro die beim westlichen Nachbarn bis dato größte Immobilientransaktion 2017.

Die börsennotierte Wienerberger AG meldet die nächste Übernahme – diesmal in den USA. Die in ihrem Eigentum stehende Gesellschaft General Share gliedert den Vormauerziegelproduzenten Columbus Brick Company ein.

Der nächste Versuch, sich die deutsche Warenhauskette einzuverleiben, scheint konkreter zu werden. Laut Reuters soll die Signa dem kanadischen Eigentümer ein drei Milliarden Euro schweres Angebot unterbreitet haben.

Es ist fix: Die mit Ende September publik gewordene Übernahme des in Kärnten ansässigen Baustoffproduzenten Brenner durch die Wienerberger Ziegelindustrie wurde jetzt von der Bundeswettbewerbsbehörde genehmigt.

Signa Prime hat Anfang Oktober das Aktionärskapital um eine Milliarde Euro auf insgesamt vier Milliarden Euro erhöht. Mit dem frischen Geld soll die Wachstumsstrategie weiter verfolgt werden, wie es dazu aus dem Immobilienunternehmen heißt.