CA Immo zieht es auf den Wohnungsmarkt

Das Geschäft mit Gewerbeimmobilien läuft nach Wunsch, wie auch der Blick auf die jüngst veröffentlichten Halbjahreszahlen zeigt. Künftig will man laut Konzernleitung am deutschen Kernmarkt auch vom Wohnbaukuchen naschen.

Von einem „starken operativen Ergebnis“ sprach der CA Immo-Vorstand, der jetzt die Zahlen zum ersten Halbjahr präsentiert hat. Vor allem die Profitabilität hätte in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich gesteigert werden können. Neue Akquisitionen, beispielsweise die Millennium Towers in Budapest, sowie der Erwerb der Minderheitsbeteiligung von Joint Venture Partner Union Investment hätten hier zu Buche geschlagen.

Herausgekommen ist insgesamt ein Nettomietergebnis von 80,1 Millionen Euro, was ein Plus von 11 Prozent gegenüber der Vorjahrsperiode entspricht. Neben Neuvermietungen und Vertragsverlängerungen wurde auch die Unterzeichnung von Ankermietverträgen aus München (die Entwicklungsprojekte MY.O und NEO), Frankfurt (Tower ONE, im Bild) und Budapest (Orhideea) gemeldet. Der Verkauf des Frankfurter Büroturms „Tower 185“, an dem die CA Immo ein Drittel hält, sei laut CA Immo gestartet worden.

Ergebniszahlen zum ersten Halbjahr

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) stieg unter anderem aufgrund der guten Ertragslage um 18,1 Prozent auf 72,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2016 wurden im gleichen Zeitraum 61,4 Millionen Euro ausgewiesen. Das EBIT (Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit) ging im Vergleich zu 2016 (175,6 Millionen Euro) um 15,6 Prozent auf 148,1 Millionen zurück, was laut Konzern auf ein geringeres Neubewertungsergebnis – vor allem in der osteuropäischen Kernregion – zurückzuführen ist. Das im Vergleich zu 2016 verbesserte Finanzergebnisses schlägt sich in einem Plus beim Periodenergebnis nieder. 105,2 Millionen Euro bedeuten hier ein Plus von 6,5 Prozent. Der FFO I lag zum Stichtag bei 56,3 Millionen Euro (2016: 43,8 Millionen Euro). Der FFO liegt bei 54 Millionen Euro (2016: 41 Millionen Euro).

Den Wohnungsmarkt im Visier

Dank gesunkener Finanzierungskosten will die CA Immo den Projektmotor jetzt weiter ankurbeln. Neben den Gewerbeimmobilien in den Kernmärkten will man in Deutschland auch ins Wohnungsgeschäft einsteigen. Laut Konzerninformationen sei der Beschluss gefasst worden, die im Besitz stehenden, gewidmeten Wohnflächen eigenständig zu entwickeln, um Gewinnpotenziale bei der Verwertung zu maximieren. Auch ein Einstieg in das indirekte Immobilienfondsgeschäft mit einem Partner werde geprüft.


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Datum: 25.08.2017

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