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Retail in CEE: enormes Wachstumspotenzial

In CEE wurden laut CBRE bereits im ersten Halbjahr 2013 fast gleich hohe Investments in Retail-Immobilien getätigt, wie im gesamten Vorjahr. Allgemein stiegen die Investitionen in Gewerbeimmobilien stark an.

Im aktuellen Büromarktbericht von CBRE wird dem Retail-Sektor in CEE enormes Wachstumspotenzial zugeschrieben, wie auch das erste Halbjahr 2013 zeigt. So wurden rund zwei Milliarden Euro in Retailimmobilien investiert. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2012 wurden zirka 2,2 Milliarden Euro in den Bereich gesteckt. Während die Investitionen in Gewerbeimmobilien allgemein stark angestiegen sind, stehen in den meisten Hauptstädten der Region rund zehn Prozent der Büroflächen leer.

Retail: Vollvermietung in Moskau

Herausragend waren am Sektor Retail im ersten Halbjahr 2013 wohl der Kauf des Metropolis Centers in Moskau durch Morgan Stanley im ersten Quartal sowie des Silesia City Centers in Katowice / Polen. „Retailimmobilien sind zur Zeit die beliebteste Kategorie für Investments in der CEE Region, was wiederum auf ihre Qualität zurückzuführen ist“, sagt Walter Wölfler, Head of CEE Retail bei CBRE.

Vor allem in Russland und Polen, wo es eine substanzielle Shopping Center Pipeline gibt, bestehe enormer Bedarf, wie aus dem CBRE-Bericht hervor geht: In Moskau werden per Jahresende 2013 rund 4,2 Millionen Quadratmeter Shoppingflächen zur Verfügung stehen. Die Leerstandsrate liegt bei nur 2,5 Prozent, was in Anbetracht von Übersiedlungen und Renovierungen quasi einer Vollvermietung entspricht. Und: Auf 1.000 Einwohner kommen in der russischen Hauptstadt nicht mehr als 350 Quadratmeter Shopping Center. Das entspricht etwa der Hälfte der Dichte in anderen Städten in CEE.

Potenzial im Altbestand

Allerdings sehen die Aussichten nicht in der gesamten Region so rosig aus: „So aktiv und rasch entwickelnd und entwickelt der Retailmarkt in Russland ist, so wenig tut sich in Ländern wie Ungarn und Rumänien, wo 2013 und 2014 keine nennenswerten Neueröffnungen von Shoppingcentern zu erwarten sind“, weiß Walter Wölfler, "Potenzial liegt in der CEE Region vor allem auch in jenen Einkaufszentren, die älter als sechs Jahre sind, denn diese haben Renovierungsbedarf."

Gewerbeimmobilien gesamt: Ukraine schwach

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2013 rund 4,5 Milliarden Euro in Gewerbeimmobilien investiert - ein Anstieg von 60 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012. Besonders nachgefragte Standorte sind Polen und Russland. In der Ukraine hingegen werde zur Zeit quasi gar nicht investiert. „Mit der zu erwartenden weiteren wirtschaftlichen Stabilisierung auch in den anderen Ländern der CEE Region wird voraussichtlich auch das Investoreninteresse in diesen Ländern wieder steigen“, ist Andreas Ridder, der als CEO von CBRE auch für die gesamte CEE Region verantwortlich ist, jedoch überzeugt.

In Russland wurden im ersten Halbjahr 2013 rund 2,896 Milliarden Euro investiert, in Polen 1,034 Milliarden, in Tschechien liegt das Investitionsniveau bei rund 246 Millionen Euro. Investiert wurde sowohl in Büro- als auch Retailimmobilien, aber auch bei Industrieobjekten ist das Interesse groß, was sich in einem Anstieg von 68 Prozent beziehungsweise auf 546 Millionen Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 zeigt.

Büros: Leerstandsraten und Spitzenmieten

Die Leerstandsraten von Büroflächen liegen in fast allen Hauptstädten der CEE Region bei mehr als zehn Prozent. Sofia verzeichnet sogar mehr als 20 Prozent Leerstand. Bei den Spitzenmieten ist in der Region eine große Bandbreite festzustellen. Während in Sofia die Spitzenmiete bei 13,00 Euro/m²/Monat liegt, hat Moskau mit 76,80 Euro/m²/Monat ein Niveau erreicht, das ähnlich dem von Paris oder London ist. Mit Wien vergleichbar – auch in Bezug auf Stabilität – ist Warschau, wo die Spitzenmiete bei 27,00 Euro/m²/Monat liegt.

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Archivmeldung: 25.07.2013

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