Düsseldorf: Stabiler Büromarkt

Düsseldorf weist beim Büroflächenumsatz für 2008 ein überraschend gutes Jahresergebnis aus. Gegenüber den Durchschnitt der letzten fünf Jahren liegt der Büroflächenumsatz für 2008 um 17 Prozent höher, stellt der Büromarktbericht von Dr. Lübke GmbH fest.

Düsseldorf weist beim Büroflächenumsatz für 2008 ein überraschend gutes Jahresergebnis aus. Insgesamt wurden 390.000 Quadratmeter Bürofläche umgesetzt, das ist zwar um 21 Prozent weniger als im Rekordjahr 2007, allerdings war 2007 geprägt von einem sehr großen Abschluss durch das Landeskriminalamt mit 60.000 Quadratmetern. Gegenüber den Durchschnitt der letzten fünf Jahren liegt der Büroflächenumsatz für 2008 um 17 Prozent höher, stellt der Büromarktbericht von Dr. Lübke GmbH fest.

Überraschend ist, dass selbst im 4. Quartal 2008 kein Einbruch, wie in anderen deutschen Städten, zu verzeichnen war, der Büroflächenumsatz blieb mit etwa 95.000 Quadratmeter stabil, das sind 24 Prozent gegenüber den anderen drei Quartalen. Dazu beigetragen haben zwei größere Abschlüsse mit zusammen 36.400 Quadratmeter.

Breiter Branchenmix schafft Stabilität

Ein Grund für die stabile Marklage ist der breite Branchenmix. Die IT- und Telekommunikationsbranche war mit 16 Prozent der größte Kunde gefolgt von Behörden (14 %), Beratungsunternehmen (13 %) und dem produzierenden Gewerbe mit elf Prozent Anteil. Die Finanzbranche ist in Düsseldorf nur für acht Prozent des Umsatzes verantwortlich.

Die Spitzenmiete blieb im 4 Quartal bei 23,50 Euro pro Quadratmeter, damit liegt sie um 1,50 Euro höher zum Vergleichswert 2007. Die Leerstandsrate fiel auf ca. 8,3 Prozent, das entspricht einem Rückgang von sieben Prozent. Ein Grund dafür ist die geringe Anzahl an fertig gestellten Büroflächen im Jahr 2008 (118.000 Quadratmeter). Für 2009 rechnet Dr. Lübke GmbH allerdings wieder mit einem Anstieg der Leerstandsrate auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie durch eine höhere Rate an Fertigstellungen – für 2009 rechnet man mit 223.000 Quadratmeter neuen Büroflächen.

Auf Grund der wirtschaftlichen Krise wollen Mieter größere Flexibilität bei der Vertragsgestaltung und drängen auf flexiblere Laufzeiten, Sonderkündigungsrechte sowie mehr Flexibilität bei Abgabe oder der Nachfrage von zusätzlichen Flächen. Für die Eigentümer wird es notwendig sein verstärkt mit Incentives Mieter zu gewinnen.

Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH © Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH

Dr. Lübke GmbH © Dr. Lübke GmbH

Dr. Lübke GmbH © Dr. Lübke GmbH


Autor:

Datum: 13.02.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Keine dramatischen Veränderungen für Kaufpreise und Mieten am Wiener Wohnungsmarkt, resümiert die EHL Gruppe in ihrem Halbjahresbericht. Die Nachfragesituation bleibe unverändert hoch, das Angebot sei größer geworden, bleibe aber immer noch hinter dem Bedarf zurück. Probleme bereiten indes die Baukosten.

Nationale wie internationale Investoren haben 2017 rund fünf Milliarden Euro in den Immobilienmarkt gepumpt, wie Re/Max Commerce vorgerechnet hat. Neben Wien werden Landeshauptstädte über 100.000 Einwohner interessanter.

Dubai, die Metropole in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wächst unaufhörlich. Nun soll dort auch die Immobilienplattform der Firma All Realestates wachsen.

Immobilienpreisspiegel 2018 der Wirtschaftskammer Österreich: Mieten stiegen 2017 laut Fachverband moderat, gebrauchte Eigentumswohnungen sind im Jahresvergleich signifikant teurer geworden.

Gunstlagen in den Bezirken Währing und Döbling erzielen mittlerweile neue Höchstpreise. Durchschnittlich haben die Erlöse seit dem Jahr 2009 um 6,6 Prozent per anno zugelegt, wie der aktuelle Otto-Villenreport aufzeigt.

Laut den Immobilienberatern von CBRE steigt die Lust auf die Assetklasse Handel. Im ersten Quartal wurden 390 Millionen Euro platziert. Das entspricht fast 40 Prozent des Gesamtinvestments.