Immofinanz übernimmt Anteile der S Immo AG

Wie die Immofinanz heute Nachmittag, 18. April 2018, gemeldet hat, hat der Konzern 19.499.437 Inhaberaktien (entspricht einer Beteiligung von 29,14 Prozent) an der S Immo AG von Gesellschaften der RPR-Gruppe und der Signa-Gruppe erworben.

Der Kaufpreis je Aktie – 14,6 Millionen Stück kommen von der RPR-Gruppe, 4,9 Millionen Aktien von Signa – beträgt laut Adhoc-Mitteilung der Immofinanz (im Bild: Immofinanz-Chef Oliver Schumy) 20,0 Euro pro Aktie, das gesamte Transaktionsvolumen beläuft sich damit auf rund 390,0 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt aus vorhandenen liquiden Mitteln des Konzerns und gegebenenfalls durch die Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals in Form einer Kreditfinanzierung. Das Closing der Transaktion, die unter aufschiebenden Bedingungen, insbesondere der kartellrechtlichen Freigabe in Österreich, Deutschland und anderen Jurisdiktionen steht, wird in einigen Monaten erwartet.

Das Immobilienportfolio der S Immo ergänzt sich mit dem der Immofinanz in den Bereichen Büro und Einzelhandel, sodass mit einer stärkeren Marktstellung beider Unternehmen und damit verbundenen Synergien in der Bewirtschaftung der Immobilien gerechnet werden kann. Im Fall einer zukünftigen Zusammenführung der beiden Unternehmen würde auf Grund der gesteigerten Größe die Position am Kapitalmarkt gestärkt. Darüber hinaus könnten erhebliche Synergiepotenziale im Bereich der Finanzierungs- und Gemeinkosten erzielt werden.

Hinsichtlich der Beteiligung der Immofinanz an der CA Immo gilt unverändert, dass die Immofinanz unabhängig von der Möglichkeit eines Zusammenschlusses auch weitere strategische Optionen prüft. Dazu zählt unter anderem auch ein möglicher gewinnbringender Verkauf der CA Immo-Beteiligung.


AutorIn:

Datum: 18.04.2018

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Investment

Die börsennotierte Wienerberger AG meldet die nächste Übernahme – diesmal in den USA. Die in ihrem Eigentum stehende Gesellschaft General Share gliedert den Vormauerziegelproduzenten Columbus Brick Company ein.

Der nächste Versuch, sich die deutsche Warenhauskette einzuverleiben, scheint konkreter zu werden. Laut Reuters soll die Signa dem kanadischen Eigentümer ein drei Milliarden Euro schweres Angebot unterbreitet haben.

Es ist fix: Die mit Ende September publik gewordene Übernahme des in Kärnten ansässigen Baustoffproduzenten Brenner durch die Wienerberger Ziegelindustrie wurde jetzt von der Bundeswettbewerbsbehörde genehmigt.

Signa Prime hat Anfang Oktober das Aktionärskapital um eine Milliarde Euro auf insgesamt vier Milliarden Euro erhöht. Mit dem frischen Geld soll die Wachstumsstrategie weiter verfolgt werden, wie es dazu aus dem Immobilienunternehmen heißt.

Im März verkündeten die österreichischen Fensterunternehmen Hrachowina und Weinzetl den künftigen Produktions-Paarlauf. Zur Erinnerung: Hrachowina wird mit Firmensitz und Logistikzentrale an neuer Adresse in Wien Donaustadt verbleiben. Die Holzfensterfertigung wird nach Wiener Neustadt verlegt, wo man mit dem lokalen Fenster- und Türenplayer Weinzetl ab 2018 gemeinsame Sache macht. Anfang Oktober erfolgte nun der Spatenstich für die dafür notwendige neue Produktionshalle. Investiert werden 2,4 Millionen Euro.

Megadeal folgt auf Megadeal: Nach dem Verkauf des Icon Vienna beim Wiener Hauptbahnhof erst im letzten Juni meldete Signa heute den Verkauf der ersten drei Bauteile des Austria Campus an die PGIM Real Estate. Der Forward Deal dürfte mit einem Volumen von über 500 Millionen Euro für einen neuen Österreich-Rekord sorgen. Laut den Verkäufern handelt es sich um die größte rot-weiß-rote Immobilientransaktion aller Zeiten.

Immobilienmanager Franz Kollitsch, Erwin Krause und Hannes Kowar übernehmen das Einkaufszentrum im Wiener Westen. Invester United Benefits, ein unabhängiger Entwickler und Betreiber von Immobilienprojekten, wickelte den Deal ab. Vermittelt wurde das Objekt von EHL Immobilien.

Das Crowdinvestingunternehmen Rendity meldet den vorzeitigen Abschluss der Teilfinanzierung für das Sanierungs- und Ausbauprojekt einer Gründerzeitliegenschaft in Wien Ottakring (Habichergasse 47). Die ursprünglich bis Ende September angesetzte Zeichnungsfrist hätte vorzeitig beendet werden können, wie es per Aussendung heißt. Die insgesamt aufgelegten 500.00 Euro seien in nur zehn Tagen worden. Jetzt wurde um weitere 100.000 Euro aufgestockt.