Re/Max: Kein Ende der Preisrallye bei Einfamilienhäusern

Laut Re/Max ImmoSpiegel wurden 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent mehr Einfamilienhäuser verkauft und verbüchert. Das sind genau 88 Liegenschaften mehr als im Rekordjahr davor: Der Hype um das Häuschen im Grünen ging also in die Verlängerung. Im Vergleich zu 2012 sind die dafür eingesetzten Mittel gleich um ein knappes Drittel nach oben geschnellt.

Insgesamt wurden dazu im letzten Jahr von den Neoeigentümern 2,86 Milliarden Euro aufgewendet. Dies ergibt ein Plus von 1,3 Prozent, wie das Maklernetzwerk vorgerechnet hat. Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von Re/Max Austria, ortet folglich eine Konsolidierung auf sehr hohem Niveau.

Durchschnittliches Preisplus von drei Prozent

Ein einzelnes Einfamilienhaus wechselte im Schnitt um 208.229 Euro den Besitzer; ein Plus von um 6.009 Euro oder drei Prozent im Vergleich zu 2015 (2012: plus 21,2 Prozent).

„Der Einfamilienhäuser-Markt in Österreich war in den letzten Jahren im Vergleich zu den Eigentumswohnungen immer wesentlich ruhiger und konstanter. Entgegen so mancher Befürchtung, dass 2015 ein einmaliges Hoch war, hat der Preis für Einfamilienhäuser weiter angezogen und sogar unsere Prognose von Ende 2015 noch übertroffen. Vor allem in Vorarlberg sind die Preise sehr stark gestiegen“, so Reikersdorfer. In Summe sei die Wertsteigerung bei Einfamilienhäusern im Vergleich zu anderen Immobilientypen geringer ausgefallen. Das führt er u.a. auf das Wegfallen von preistreibenden Faktoren der Geldanlage und Spekulation zurück.

RE/MAX © RE/MAX

Preissteigerungen: in allen Bundesländern, exklusive dem Burgenland

Die Preise haben 2016 (Grafik: in rot) in allen Bundesländern nach oben gezeigt, einzige Ausnahme war das Burgenland. Die teuersten Einfamilienhäuser stehen in Kitzbühel vor Salzburg, Innsbruck, Wien und Mödling. Auf Niederösterreich entfielen laut Re/Max 30 Prozent aller im letzten Jahr gehandelten Häuser.

Die Re/Max ImmoSpiegel Statistik-Daten 2016 für Einfamilienhäuser beruhen auf der Gesamtauswertung aller 121.436 österreichischen Immobilien-Kaufakte von ImmoUnited – Roland Schmid, die im Grundbuch 2016 verbüchert wurden.


AutorIn:

Datum: 13.04.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Der urbane Wohnbau zeichnet sich hierzulande durch den weitgehenden Verzicht auf den Baustoff Holz aus. Damit soll Schluss sein, sagen zwei Insider, die Akteure wie Geldgeber in ihr Boot holen wollen. Potenzielle Käufer zeigen sich weniger scheu, wie eine Umfrage bestätigt.

Ausblick auf den rot-weiß-roten Immobilienmarkt 2018: CBRE Österreich hat im neuen Market Outlook die wichtigsten Analysen und Trends zu den einzelnen Sektoren veröffentlicht.

Wie hat sich die Zahl der Neugründungen entwickelt? Wie sieht es mit der Eigenkapitalausstattung aus? Und wie hoch ist die Insolvenzquote? CRIF Österreich hat das Jahr 2017 unter die Branchenlupe genommen.

Nach 2017 ist der österreichische Ökostromanbieter easy green energy laut der VKI-Aktion „Energiekosten-Stop“ bereits zum zweiten Mal in Folge Bestbieter – und das gleich in zwei Kategorien.

Der niederösterreichische Fertighaushersteller Vario-Haus wuchs 2017 auch auf den Auslandsmärkten. Ein Verkaufsplus konnte laut Unternehmen in Italien verzeichnet werden. Auch in der Schweiz ist die Nachfrage gestiegen.

Weitreichender Optimismus begleitete die EHL-Jahresauftaktkonferenz 2018: Die positive Grundstimmung aus dem letzten Jahr bleibt laut den Experten des Hauses auch im neuen Jahr erhalten. Die durchaus heiteren Wien-Trends 2018 für Wohnen, Büro, Einzelhandel und Investment.

Zum Jahreswechsel liegen die ersten Prognosen für den heimischen Immobilienmarkt 2018 vor. Ausblick: Die Angebots-Nachfrage-Schere geht wohl weiter auf. Die Preise werden steigen, wenn auch moderater als zuletzt.

In ihrem aktuellen Bericht zur Konjunktursituation in den wichtigsten Wirtschaftsbereichen Österreichs spricht die UniCredit-Tochter Bank Austria von einem deutlich verbesserten Klima. Die Bauwirtschaft zeigt sich laut Analyse weitgehend stark und stabil.