Re/Max-Immo-Spiegel 2016: Österreichmarkt weiter auf Wolke 7

Die Rekordjagd am heimischen Immobilienmarkt ist auch im Jahr 2016 weitergegangen. Wie das Maklernetzwerk Re/Max meldet, wurden im abgelaufenen Jahr landesweit 121.436 Immobilienverkäufe im Wert von 26,87 Mrd. Euro im Amtlichen Grundbuch vermerkt. Ein Steigerungsrate von satten 8,3 Prozent im Vergleich zu 2015.

Der Wert der Immobilienverkäufe ist im Jahresvergleich um 3,4 Milliarden Euro angewachsen. „Der Immobilienmarkt floriert so gut wie noch nie zuvor“, sagt Re/Max-Austria Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer (im Bild). 2016 seien mehr Immobilien auf den Markt gekommen sowie die Nachfrage ungebrochen gut geblieben. Das historisch niedrige Zinsniveau und der Mangel an sicheren Geldanlagemöglichkeiten hätten die positive Entwicklung der letzten Jahre weiter befeuert, urteilt der Experte.

Auch für 2017 erwartet Reikersdorfer wieder ein gutes Jahr für den österreichischen Immobilienmarkt. „Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind weiterhin gut und sprechen für ein gutes Immobilienjahr. Ob das Rekordjahr 2016 heuer nochmals getoppt werden kann, bleibt abzuwarten, aber ich freue mich, sollte ein weiteres Rekordjahr folgen."

Performance im Bundesländervergleich

Niederösterreich führt die Immobilienverbücherungs-Statistik mit 25.344 Liegenschaften an, dahinter folgen Wien (19.490), die Steiermark (17.864), knapp vor Oberösterreich (17.610) und Tirol mit 11.126 Objekten. Salzburg liegt mit 8.548 Immobilien hauchdünn vor Kärnten (8.451) und das Burgenland mit 6.868 Verbücherungen vor Vorarlberg mit 6.135.

Wertmäßig liegt natürlich die Bundeshauptstadt Wien mit 8,2 Milliarden Euro Immobilien-Umsatz voran. Auch Niederösterreich – mit seinen 3,8 Milliarden Euro die Nummer zwei im Bundesländer-Ranking nach dem Immobilienverkaufswert – kommt zusammen mit der Nummer drei, Oberösterreich (3,3 Mrd. Euro), und dem Burgenland (0,5 Mrd. Euro) nicht an Wien heran.

Die stärkste Dynamisierung der Immobilienverkäufe gegenüber 2015 fanden die Re/Max-Experten in Salzburg (+12,6 Prozent) und im Burgenland (+11,5 Prozent), die geringste in Oberösterreich mit +5,8 Prozent.

Bei den Umsätzen zeigte sich der größte absolute Zuwachs erwartungsgemäß in Wien mit über einer Milliarde Euro. In Prozenten lag aber Salzburg mit +21,6 Prozenten vor Oberösterreich (+17,1 Prozent) und Vorarlberg (+16,1 Prozent).


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Datum: 01.03.2017

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