Eigenkapitalspritze: Eine Milliarde Euro für Signa Prime

Signa Prime hat Anfang Oktober das Aktionärskapital um eine Milliarde Euro auf insgesamt vier Milliarden Euro erhöht. Mit dem frischen Geld soll die Wachstumsstrategie weiter verfolgt werden, wie es dazu aus dem Immobilienunternehmen heißt.

Signa Prime, Herzstück der Immobilienunternehmensgruppe, hält aktuell unter anderem das KaDeWe (im Bild) in Berlin, das Goldene Quartier in Wien mit dem Park Hyatt Vienna, den Oberpollinger in München, das Kaufhaus Tyrol in Innsbruck oder das Alsterhaus in Hamburg im Besitz. Jetzt soll weiter gekauft und investiert werden. Im Fokus stehen dabei Metropolregionen – und dort die absoluten Bestlagen.

„Die Dimension der durchgeführten Kapitalerhöhung demonstriert das klare Committment der Aktionäre zu Signa“, sagt Signa Prime-CEO Christoph Stadlhuber. Ein wichtiger Schritt, der helfen solle, die Marktposition weiter auszubauen und die Position als eine der größten europäischen Immobilienaktiengesellschaften abzusichern, so der Vorstand. Aktuell hält Signa Prime bei einem Gross Asset Value von rund 8,5 Milliarden Euro.

Erweiterer Aktionärskreis

Über 60 Prozent der ausgegeben Aktien halten die Signa Holding gemeinsam mit dem Signa Gründungs- und Hauptgesellschafter, der Familie Benko Privatstiftung. Neuaktionäre des Jahres 2017 sind die RAG Stiftung aus Essen, der LVM Versicherungskonzern aus Münster sowie Longbow aus Genf. Ebenfalls mit an Bord sind die Haselsteiner Privatstiftung, die Novo Invest, Unternehmensberater Roland Berger sowie Niki Lauda mit seinem Family Office.


AutorIn:

Datum: 10.10.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Investment

Die börsennotierte Wienerberger AG meldet die nächste Übernahme – diesmal in den USA. Die in ihrem Eigentum stehende Gesellschaft General Share gliedert den Vormauerziegelproduzenten Columbus Brick Company ein.

Der nächste Versuch, sich die deutsche Warenhauskette einzuverleiben, scheint konkreter zu werden. Laut Reuters soll die Signa dem kanadischen Eigentümer ein drei Milliarden Euro schweres Angebot unterbreitet haben.

Es ist fix: Die mit Ende September publik gewordene Übernahme des in Kärnten ansässigen Baustoffproduzenten Brenner durch die Wienerberger Ziegelindustrie wurde jetzt von der Bundeswettbewerbsbehörde genehmigt.

Im März verkündeten die österreichischen Fensterunternehmen Hrachowina und Weinzetl den künftigen Produktions-Paarlauf. Zur Erinnerung: Hrachowina wird mit Firmensitz und Logistikzentrale an neuer Adresse in Wien Donaustadt verbleiben. Die Holzfensterfertigung wird nach Wiener Neustadt verlegt, wo man mit dem lokalen Fenster- und Türenplayer Weinzetl ab 2018 gemeinsame Sache macht. Anfang Oktober erfolgte nun der Spatenstich für die dafür notwendige neue Produktionshalle. Investiert werden 2,4 Millionen Euro.

Megadeal folgt auf Megadeal: Nach dem Verkauf des Icon Vienna beim Wiener Hauptbahnhof erst im letzten Juni meldete Signa heute den Verkauf der ersten drei Bauteile des Austria Campus an die PGIM Real Estate. Der Forward Deal dürfte mit einem Volumen von über 500 Millionen Euro für einen neuen Österreich-Rekord sorgen. Laut den Verkäufern handelt es sich um die größte rot-weiß-rote Immobilientransaktion aller Zeiten.

Immobilienmanager Franz Kollitsch, Erwin Krause und Hannes Kowar übernehmen das Einkaufszentrum im Wiener Westen. Invester United Benefits, ein unabhängiger Entwickler und Betreiber von Immobilienprojekten, wickelte den Deal ab. Vermittelt wurde das Objekt von EHL Immobilien.

Das Crowdinvestingunternehmen Rendity meldet den vorzeitigen Abschluss der Teilfinanzierung für das Sanierungs- und Ausbauprojekt einer Gründerzeitliegenschaft in Wien Ottakring (Habichergasse 47). Die ursprünglich bis Ende September angesetzte Zeichnungsfrist hätte vorzeitig beendet werden können, wie es per Aussendung heißt. Die insgesamt aufgelegten 500.00 Euro seien in nur zehn Tagen worden. Jetzt wurde um weitere 100.000 Euro aufgestockt.

Die deutsche Union Invest übernimmt das Studentenapartmenthaus Milestone in Graz von der ARE Development. Das strukturierte Kaufverfahren ist von der EHL Investment Consulting begleitet worden. Über den Preis hätten alle Parteien Stillschweigen vereinbart, wie es per Aussendung heißt.