Mit vorzüglicher Bilanz Talsohle erreicht""

Mit viel Optimismus für 2013 kündigt die Sozialbau AG, Österreichs größter Wohnungsverwalter, eine Kapitalerhöhung an. Generaldir. Herbert Ludls Prognose: Noch heuer soll die Talsohle im Wohnbau überwunden sein, Wohnimmobilien bleiben hoch im Kurs.

Mit einem Bilanzgewinn von 2,1 Millionen Euro (6,3 Mio. inklusive in Rücklagen umgewandelter Gewinn) die wirtschaftliche Talsohle erreichen. - Das würde sich so manches Unternehmen auch wünschen. Die Sozialbau AG, die mit ihren 47.545 verwalteten Wohnungen einer Kleinstadt gleich kommt, hat, so freut sich Generaldirektor Herbert Ludl "mit Vorzug bilanziert".

40.000 auf Warteliste

Auch wenn die Neubau-Tätigkeit 2011 deutlich magerer ausfällt (-30 Prozent Bauvolumen, -15 Prozent Wohnungen), für die Zukunft ist Ludl überaus optimistisch: "Ich denke, jetzt ist die Talsohle erreicht. Noch heuer wird es wieder etwas aufwärts gehen, 2013 wieder sehr deutlich steigen." Nur ein Grund für die zuversichtliche Einschätzung: Schon vergangenes Jahr sei es zu einem sprunghaften Ansteigen der Vormerkungen gekommen, die bis heute anhält: Rund 40.000 Wohnungs-Anwärter stehen auf der Sozialbau-Liste. Wohl auch wegen verträglichen 3,61 Euro durchschnittlich pro Quadratmeter.

Wohnimmobilie weiter hoch im Kurs

Generell wird der Run auf Wohnimmobilien anhalten, verspricht Ludl: "Jeder, der sein Geld in Immobilien anlegt, ist gut beraten. In allen Zentren Österreichs herrscht ein knappes Angebot, die Preise steigen." Am Land kann das freilich ganz anders aussehen.

Frisches Kapital, wichtige Projekte

Abgesehen von gewonnenen Projekte wie im Sonnwendviertel beim neuen Zentralbahnhof Wiens und der Projektsteuerung "Seestadt Aspern" für vier Bauplätze an der "Waterfront" soll auch eine Kapitalerhöhung für Schwung sorgen. Die wurde bereits von der Landesregierung beschlossen und wird das haftende Grundkapital von 100 auf 190 Millionen Euro beinahe verdoppeln. 65 Millionen neue Aktien werden aufgelegt. 40 Millionen Euro bleiben Cash im Unternehmen. Insgesamt soll so eine Eigenkapitalquote von über 50 Prozent erreicht werden.



In der Seestadt Aspern obliegt der Sozialbau die Projektsteuerung mit vier Bauplätzen, direkt an der Waterfront.

VIG als Kernaktionär

Offiziell verstärkt im Boot sitzt die Vienna Insurance Group VIG als Kernaktionär mit über 50 Prozent Beteiligung. Ein strategischer Partner: Mit deren rund 55.000 Wohnungen in den Bundesländern zählt die Kooperation nun stolze 112.000 Wohnungen österreichweit.

Tabubruch durch Banken

Hart ins Gericht geht Ludl mit so mancher Bank. Zwar herrschen traumhafte Zinssätze, die jeweiligen Aufschläge seien aber bis zum Dreifachen erhöht worden. Und weil Banken aufgrund geforderter Eigenkapitalquoten mit dem Rücken zur Wand stehen, werde sogar ein regelrechter "Tabubruch" gewagt. Ludl: "Auch alte Kredite werden gekündigt. Mit der Absicht auch hier die Aufschläge zu erhöhen."

Die Eckdaten der Bilanz 2011: Mit rund 462 Mio. Euro Bilanzsumme (+ fünf Prozent) wird ein weiteres Wachstum ausgewiesen, gemeinsam mit den drei Genossenschaften im Verbund stiegen die Bilanzsummen auf insgesamt 2.326 Mio. Euro.

Es wurde eine Umsatzsteigerung um zwölf Prozent auf 45,8 Mio. Euro erzielt.

Beim Bilanzgewinn verzeichnet die Sozialbau zwar eine Rückgang auf 2,1 Mio. Euro - in Vorbereitung der Kapitalerhöhung 2012 wurden jedoch 4,2 Mio. Euro vorbilanziell der Rücklage zugewiesen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg um elf Prozent auf 11,9 Mio. Euro.

Mit einer Erhöhung auf 134,3 Mio. Euro wurde die Eigenkapitalquote 2011 auf 41 Prozent gefestigt, die 2012 weiter ausgebaut wird.

Sozialbau AG Wien © Sozialbau AG Wien

Drei neue Tochter-Unternehmen: die SB Liegenschaftsverwertung (Erwerb von Gründen), die WOFIN (Finanzierung von Wohnbauten) und die IMMODAT (IT-Dienstleistung).

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Siegerprojekte im Sonnwendviertel beim neuen Wiener Zentralbahnhof.

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Wohnhochhaus Höchstädtplatz, Wien 20.


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Datum: 05.07.2012

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