Wienerberger übernimmt Ziegelmarke Brenner

Es ist fix: Die mit Ende September publik gewordene Übernahme des in Kärnten ansässigen Baustoffproduzenten Brenner durch die Wienerberger Ziegelindustrie wurde jetzt von der Bundeswettbewerbsbehörde genehmigt.

Wienerberger © Wienerberger

Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG.

Der Vorstand des Mutterkonzerns freut sich über das nun gegebene grüne Licht. Mit dem Closing des Deals rechnet Heimo Scheuch, der zuletzt auch in Südosteuropa auf Einkaufstour war, nun doch noch vor Jahresende. Über den ausverhandelten Preis wollte und will Wienerberger keine Angaben machen.

Stärkeres Auftreten in Südösterreich

Mit der Übernahme des Lavanttaler Zielgelherstellers (im Bild: das Werk) will der heimische Platzhirsch seine Position auch in Südösterreich ausbauen. Bis dato war man in Kärnten nur mit einem Standort vertreten. „Insgesamt war in den letzten Jahren in Österreich ein deutlicher Trend zu natürlichen Baustoffen und insbesondere dem Ziegel spürbar. Die Übernahme gibt uns die Möglichkeit die Nachfrage nach natürlichen Baustoffen in diesem Teil Österreichs besser zu bedienen und unser regionales Portfolio optimal zu verstärken“, sagte der Chef der Wienerberger AG zum Deal, der nun auch in trockenen Tüchern ist.

Die Marke Brenner aus St. Andrä steht für ein breites Baustoffsortiment. Damit realisierte das Hintermauerziegelwerk im Jahr 2016 einen Umsatz von knapp 9 Millionen Euro. Wie Wienerberger meldet, werden am Standort mehr als 30 Mitarbeiter übernommen.


AutorIn:

Datum: 31.10.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Investment

Wie Branchenmedien berichten, sollen die Büroflächen im Millennium Tower den Besitzer gewechselt haben. Als Käufer wird die deutsche Art-Invest Real Estate genannt, die damit erstmals in Österreich investiert. Finanzielle Details werden nicht kommuniziert.

Der oberösterreichische Betonfertigteilproduzent hat die Mehrheit des steirischen Fertigkellerbauers übernommen. Der Deal muss noch von der Wettbewerbsbehörde abgesegnet werden, über den Kaufpreis der Kammel GmbH wurde beiderseits Stilschweigen vereinbart.

Die Crowdinvesting-Plattform Rendity legt ihr siebentes Immobilienprojekt des Jahres 2017 auf. Investiert werden kann in einen teamneunzehn-Neubau. Das Finanzierungsvolumen beziffert Rendity mit 600.000 Euro; Laufzeit 36 Monate, Rendite 6,5 Prozent.

Fast keine Woche ohne Signa-Deal in den Medien: Der Real Estate-Konzerns meldet die Übernahme von „fünf Trophy Assets“ in Deutschland: mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro die beim westlichen Nachbarn bis dato größte Immobilientransaktion 2017.

Die börsennotierte Wienerberger AG meldet die nächste Übernahme – diesmal in den USA. Die in ihrem Eigentum stehende Gesellschaft General Share gliedert den Vormauerziegelproduzenten Columbus Brick Company ein.

Der nächste Versuch, sich die deutsche Warenhauskette einzuverleiben, scheint konkreter zu werden. Laut Reuters soll die Signa dem kanadischen Eigentümer ein drei Milliarden Euro schweres Angebot unterbreitet haben.

Signa Prime hat Anfang Oktober das Aktionärskapital um eine Milliarde Euro auf insgesamt vier Milliarden Euro erhöht. Mit dem frischen Geld soll die Wachstumsstrategie weiter verfolgt werden, wie es dazu aus dem Immobilienunternehmen heißt.

Im März verkündeten die österreichischen Fensterunternehmen Hrachowina und Weinzetl den künftigen Produktions-Paarlauf. Zur Erinnerung: Hrachowina wird mit Firmensitz und Logistikzentrale an neuer Adresse in Wien Donaustadt verbleiben. Die Holzfensterfertigung wird nach Wiener Neustadt verlegt, wo man mit dem lokalen Fenster- und Türenplayer Weinzetl ab 2018 gemeinsame Sache macht. Anfang Oktober erfolgte nun der Spatenstich für die dafür notwendige neue Produktionshalle. Investiert werden 2,4 Millionen Euro.