WING plant die Errichtung von drei neuen Hotels in Budapest

Im Verkehrsknotenpunkt Moszkva tér, bei der berühmten Kettenbrücke und auf der Luxusmeile Andrássy út wird WING in den kommenden Jahren drei neue Luxushotels errichten. Trotz der schweren Krise ist man zuversichtlich über den Erfolg dieser Projekte.

Der ungarische Immobiliendeveloper WING erwarb im Frühling 2008 um ca. zwölf Millionen Euro den um 1910 errichteten Prunkpalast der ehemaligen Hauptpost von Buda direkt am Verkehrsknotenpunkt Moszkva tér. Die Firma plant – auch im Rahmen der sich abzeichnenden Rehabilitierung des heruntergekommen Platzes am Fuß der Burg von Buda – dort ein Luxushotel zu errichten, das 250 bis 280 Zimmer, ein Konferenzzentrum sowie dazugehörige Gastronomie- und Handelseinrichtungen umfassen wird.

Balázs Fürjes, zuständig für die Projektentwicklung bei WING, zeigt sich trotz der schweren Wirtschaftskrise, in der sich Ungarn zur Zeit befindet, zuversichtlich über die wirtschaftlichen Aussichten eines solchen Fünf-Sterne-Palastes. Vorerst konzentriere man sich auf die Pläne und die Einholung der entsprechenden Genehmigungen sowie die Verhandlungen mit internationalen Hotelketten. Erst danach werde man sich um die Kredite kümmern. Das Projekt zur Errichtung eines Bürokomplexes im Hauptpostgebäude sei aber ebenfalls noch im Rennen.

Die Machbarkeitsstudie sei auf jeden Fall an die großen Hotelketten Kempinski, Hilton, Radisson, Wyndham-Corinthia, Intercontinental und Oberoi ergangen. WING hofft, dass die Verhandlungen bereits im Laufe des Frühlings abschließen zu können, bezüglich der Kredite sei man aber schon jetzt sei mit mehreren Banken im Gespräch. Der Kreditmarkt in Ungarn habe sich soweit stabilisiert, dass man mit Zuversicht in die Zukunft blicke – aber auch das Projekt für ein Bürohaus sei noch im Rennen.

Zwei weitere Renommierprojekte

Der Immobilienentwickler möchte aber auch noch zwei weitere Hotels in Budapest errichten: Ein altehrwürdiger Palast auf der Pester Seite, auf der Andrássy út steht schon kurz vor dem Umbau. Unter Nummer 66 soll eine „Hotelboutique“ errichtet werden. Grand Herritage, Capella und Oberoi würden bereits die Möglichkeiten eines Hauses auf der Budapester Champs Elysées prüfen. Das Projekt umfasst 101 Zimmer, die entsprechenden Verträge sollen bereits im Mai abgeschlossen werden,

Bei einem weiteren Projekt äußerte sich Fürjes etwas vorsichtiger. Das Haus am Budaer Kopf der historischen Kettenbrücke sei auch wegen seiner Lage inmitten eines UNESCO-Weltkulturerbes etwas diffiziler. Das kleine Grundstück gegenüber dem kanadischen Luxushotel Gresham, das nur kleine Räume zulasse, stelle für Planer auch eine Herausforderung dar, weshalb man sich auch nur für ein Dreisterne-Hotel entschieden habe. Das Projekt wird auch von drei Entwicklern getragen: neben WING auch Unione-C und Borg. Wegen der Verzögerung werde sich die Projektfinanzierungsfrage erst im Herbst stellen.

Der Projektmanager von WING meint, dass der Bereich der Hotelentwicklung in Ungarn auch deshalb weniger von der Krise betroffen sei, weil er nie so stark von spekulativen Projekten überschwemmt worden sei wie der Büromarkt, die heute nur mehr nach einer entsprechenden Auslastung schon vor Baubeginn überhaupt begonnen werden könnten, während die Hotelinvestitionen immer schon auf Basis built-to-suit errichtet worden seien: hier sei die Kreditvergabe schon immer abhängig gewesen von bereits aufrechten entsprechenden Verträgen mit entsprechenden Betreibern. Bei der Hotelentwicklung gebe es also keine radikalen Veränderungen: Das Projekt müsse passen und dann funktioniere es auch – erklärte Fürjes.

www.fourseasons.com © www.fourseasons.com

Gegenüber dem Four-Season-Luxushotel Gresham bei der Kettenbrücke soll ein neues Hotel entstehen.

WING © WING

Das von der ungarischen Post geräumte Hauptpostamt in Budapest soll zu einem Luxushotel umgebaut werden.

www.fourseasons.com © www.fourseasons.com

Der Developer WING ist zuversichtlich, dass Budapest trotz der derzeitigen Krise neue Hotels vertragen wird.


Autor:

Datum: 16.02.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Keine dramatischen Veränderungen für Kaufpreise und Mieten am Wiener Wohnungsmarkt, resümiert die EHL Gruppe in ihrem Halbjahresbericht. Die Nachfragesituation bleibe unverändert hoch, das Angebot sei größer geworden, bleibe aber immer noch hinter dem Bedarf zurück. Probleme bereiten indes die Baukosten.

Nationale wie internationale Investoren haben 2017 rund fünf Milliarden Euro in den Immobilienmarkt gepumpt, wie Re/Max Commerce vorgerechnet hat. Neben Wien werden Landeshauptstädte über 100.000 Einwohner interessanter.

Dubai, die Metropole in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wächst unaufhörlich. Nun soll dort auch die Immobilienplattform der Firma All Realestates wachsen.

Immobilienpreisspiegel 2018 der Wirtschaftskammer Österreich: Mieten stiegen 2017 laut Fachverband moderat, gebrauchte Eigentumswohnungen sind im Jahresvergleich signifikant teurer geworden.

Gunstlagen in den Bezirken Währing und Döbling erzielen mittlerweile neue Höchstpreise. Durchschnittlich haben die Erlöse seit dem Jahr 2009 um 6,6 Prozent per anno zugelegt, wie der aktuelle Otto-Villenreport aufzeigt.

Laut den Immobilienberatern von CBRE steigt die Lust auf die Assetklasse Handel. Im ersten Quartal wurden 390 Millionen Euro platziert. Das entspricht fast 40 Prozent des Gesamtinvestments.