Ottakringer Gießerei wird Wohnpark

Im 16. Wiener Gemeindebezirk wird eine ehemalige Gießerei zu einem Wohnpark umfunktioniert. Dabei wird saniert und neu gebaut. Die Jugendstilelemente des Altbestands bleiben erhalten, begrünte Dächer werden Freiflächen bieten.

2011 wurde die Leichtmetallgießerei Zimmermann im 16. Wiener Gemeindebezirk geschlossen, ab 2016 soll hier wieder Leben herrschen. Auf dem 3.800 Quadratmeter großen Gelände realisiert die Stadt Wien gemeinsam mit der ifa-Finanzgruppe, die für die Projektabwicklung verantwortlich ist, einen geförderten Wohnpark.


Sanierung und Neubau

Neben 104 Wohnungen werden auch Geschäfte, Lokale und Arztpraxen auf dem Gelände Platz finden. Fünf Neubauten werden hier geschaffen und zwei auf dem Areal befindliche gründerzeitliche Wohnhäuser umfassend saniert. Dabei legen die Planer Wert auf die Erhaltung des charakteristischen Schriftzugs "Franz Zimmermann & Söhne" auf der Fassade und die Jugendstilelemente der Gebäude.


Die derzeitige Bebauung umfasst größtenteils leerstehende Produktions- und Lagerhallen der Gießerei sowie zwei spätgründerzeitliche Wohnhäuser. Anstelle der ehemaligen Lager- und Produktionshallen werden hier fünf Neubauten im Niedrigstenergiestandard errichtet. Das leer stehende ehemalige Arbeiterwohnhaus in der Huttengasse 61 wird im Zuge einer Totalsanierung erneuert, im mehrheitlich bewohnten Gebäude in der Rankgasse 3, das dem Eigentümer der Gießerei gehörte, ist eine Sockelsanierung vorgesehen. Bei beiden Gründerzeithäusern erfolgen Dachgeschossausbauten.


Begrünte Dächer, barrierefrei erreichbar

Geplant sind auch neue gewerbliche Flächen in der Erdgeschosszone sowie Gemeinschafts-Einrichtungen wie ein Kinderspielplatz und Freiräume auf den begrünten Dächern - von allen Häusern barrierefrei erreichbar. Die 91 Neubauwohnungen (35 bis 105 Quadratmeter) verfügen größtenteils über Balkone, Terrassen oder Mietergärten. Die Nettomiete der Wohnungen wird rund sieben Euro pro Quadratmeter (indexiert), auf 20 Jahre gebunden, betragen. Es sind keine Eigenmittelbeiträge für den Bezug der Wohnungen erforderlich.


Die kleinste sanierte Wohnung wird über 39 Quadratmeter, die größte über 66 Quadratmeter Wohnnutzfläche verfügen. Die Nettomiete der gefördert sanierten Wohnungen wird auf 15 Jahre gebunden kostendeckend zwischen sechs und acht Euro pro Quadratmeter ausmachen.


Gesamtkosten rund 13,2 Millionen

Die Bauplätze auf dem ehemaligen Fabriksgelände sind im Eigentum mehrerer Bauherren-Konsortien, die von der ifa-Finanzgruppe vertreten werden. Erwin Soravia, Vorstand der ifa-Finanzgruppe: "Ottakring ist der Heimatbezirk der ifa AG. Wir haben hier bereits mehr als 30 Wohnhäuser saniert und damit nachweislich einen wesentlichen Anstoß zur Stadtteilsanierung gesetzt. Auch bei dem aktuellen Projekt ,Wohnpark Ottakring' werden wir die Mittel privater Investoren einsetzen und gemeinsam mit der Stadt Wien und in enger Zusammenarbeit mit dem wohnfonds_wien Wohnungen errichten, die zeitgemäßen Qualitätsstandards entsprechen und die leistbar sind." Die Gesamtkosten betragen rund 13,2 Millionen Euro, die Stadt Wien stellt Fördermittel von 5,7 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung.


Initiative Blocksanierung

Das Wohnprojekt ist aus der aktuellen Blocksanierungs-Initiative der Stadt rund um die Ottakringer Roseggergasse hervorgegangen. Der Bauplatz besteht aus sechs zusammenhängenden Liegenschaften im Baublock Huttengasse – Rankgasse – Enenkelstraße – Wiesberggasse sowie der auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindlichen Liegenschaft Rankgasse 4. Starten werden Bau und Sanierung Anfang 2014.

immonet/Karin Bornett © immonet/Karin Bornett

2011 wurde die Gießerei in Ottakring geschlossen, bis 2016 werden hier neue Wohnungen und Geschäftsflächen geschaffen.

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Das ehemalige Arbeiterwohnhaus wird umfassend saniert.

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Die Jugendstilelemente im Altbestand sollen bei der Sanierung erhalten bleiben.

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Derzeit keine Spur von Wohnlichkeit: Die Werkstatt-Hallen der Gießerei wurden 2011 still gelegt.

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Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Erwin Soravia, Vorstand der ifa-Finanzgruppe, bei der Präsentation des gemeinsamen Projekts (v.l. ).


Autor:

Datum: 08.07.2013

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