Finanzspritze: Start-up PlanRadar auf Expansionskurs

Das auf mobile Baudokumentation und Mängelmanagement spezialisierte Wiener Start-up PlanRadar – vor drei Jahren unter dem Namen DefectRadar gegründet – hat frisches Geld in Millionenhöhe vom aws Gründerfonds und Co-Investoren (Berliner Volksbanken Ventures/Redstone und Calvary Ventures) erhalten. Laut Unternehmen soll damit in den Ausbau des Teams und in die weitere Internationalisierung des Unternehmens investiert werden.

PlanRadar präsentiert eine cloudbasierte Software‐as‐a‐Service-Lösung (SaaS) für Baudokumentation, Mängel‐ und Aufgabenmanagement in Bau‐ und Immobilienprojekten. „Überall, wo Planung stattfindet, kann auch PlanRadar eingesetzt werden“, sagt Domagoj Dolinsek, geschäftsführender Gesellschafter der Wiener Techie-Schmiede. Eine Webapplikation und native Apps für alle Smartphones und Tablets ermöglichten die Erfassung, Dokumentation, Kommunikation und Nachverfolgung von Baumängeln und Aufgaben. Beim Start-up spricht man von bis zu sieben Arbeitsstunden Zeitersparnis, pro Anwender und pro Woche. „Viele Kunden verwenden die Applikation heute aber schon im gesamten Lebenszyklus einer Immobilie“, so der Start-upper. „Von der Planung über die Ausführung bis zum Facility Management sowie für das komplette Task- und Projektmanagement.“ Zu seinem Kundenkreis zählt er folglich Bau- und Projektleiter, Architekten, Sachverständige, Facility und Property Manager. Hierzulande hat er bereits Deals mit großen Namen wie Strabag, Porr, A1 und Rewe unter Dach und Fach.

Fokus auf DACH-Raum und Osteuropa

Für Juni 2017 meldet  PlanRadar bereits über 800 Kunden in mittlerweile 19 Ländern. Mit dem frischen Investment will das Unternehmen nun noch schneller wachsen – regional wie personell. Im Laufe des heurigen Jahres soll die Mitarbeiterzahl von fünf auf 25 gesteigert werden. Mit neuer Manpower setzt man auf eine weitere Durchdringung der DACH-Region. Auch in Osteuropa will man sich rechtzeitig positionieren. Denn dort, so Dolinsek, stünde die Digitalisierung der Baubranche erst am Anfang.

Kunzmann: "Hohes Potenzial"

Eine Strategie, die auch die Investoren, die im siebenstelligen Bereich überzeugt hat. Ralf Kunzmann vom aws Gründerfonds, sieht ein hohes Digitalisierungspotenzial, und das weltweit. „Die bisherige Traktion und das rasche Wachstum zeigen den aktuellen Bedarf in diesem Marktsegment, wir wollen das Wachstum der PlanRadar mit unserer Finanzierung und unserem Netzwerk beschleunigen.“

PlanRadar 30 Tage kostenlos testen


AutorIn:

Datum: 29.06.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Weitere Artikel aus Planung

Sie soll laut Walter Eichinger eine neue Guideline zur Orientierung im Hochbau und bei der Immobilienentwicklung sein ...