Staatssekretärin Sonja Steßl bei ihrer Festrede. © BKA

Bundestag zum Thema "Wien 2.0"

Der 42. Bundestag des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder stand ganz im zeichen von "Wien 2.0 – die Herausforderungen an die Immobilienbranche durch ein Überschreiten der Zwei-Millionen-Einwohnergrenze in Wien."

Drei Tage lang stand die österreichische Bundeshauptstadt im Zeichen der Immobilienwirtschaft. Weit mehr als 400 VertreterInnen der Branche nahmen teil, um Aktuelles rund um das Thema Immobilien und Wohnen zu erfahren. Im Zentrum der Vorträge standen 2015 das Österreichische Mietrecht, neueste Entscheidungen der Judikatur ebenso wie der Trend der zunehmenden Verstädterung und seine Konsequenzen.

Weltstadt vor Herausforderungen

In ihren Vorträgen wagten die ExpertInnen einen Ausblick auf die nächsten zehn Jahre und ließen die städtische Planung seit 1865 Revue passieren. Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe der Immobilientreuhänder in der Wiener Wirtschaftskammer: "Wien ist Weltstadt und wird bald wieder zu einer 2 Millionen-Einwohner Stadt. Dafür sind aber umfassende Maßnahmen nötig. Diese beginnen bei einem neuen, modernen Mietrecht und enden bei einem richtungsweisenden Schwenk um günstiger bauen zu können. Damit einher müssen auch eine De-Reglementierung, die Schaffung neuer Anreize für mehr Investitionen und ein ausreichendes Wohnungsangebot gehen. Leistbares Wohnen bedeutet auch, dass wir uns Wohnen wieder leisten können. Dafür muss es zu einer spürbaren Entlastung des Faktors Arbeit kommen. Nur eine starke Immobilienwirtschaft wird zukünftig die Wohnprobleme in den Ballungsgebieten lösen können."

Brennende Themen

Feierlich eröffnet wurde der Bundestag 2015 mit einem Festakt in der Akademie der Wissenschaften durch Staatssekretärin Sonja Steßl. Noch vor dem offiziellen Beginn konnten die TeilnehmerInnen des Bundestages hinter die Kulissen einer ganzen Reihe von interessanten Wiener Immobilienprojekten blicken. Brennpunkte des Bundestages waren aber auch die Erwartungen an ein neues Mietrecht beziehungsweise an ein neues Wohnrecht und die großen Herausforderungen, die auf die österreichischen VerwalterInnen, BauträgerInnen und MaklerInnen in den nächsten Monaten und Jahren zukommen.

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Archivmeldung: 25.09.2015

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