Ende Jänner präsentierte der Lissabonner Bürgermeister Fernando Medina das Leuchtturmprojekt ZER (Zona de Emissões Reduzidas), das mehrere Straßenzüge und zentrale Verkehrsachsen im Herzen der Stadt – in den Vierteln Baixa und Chiado – umfasst. Die ab Juni gültigen Änderungen, darunter etwa die Schaffung großzügiger Fußgängerzonen, sollen die Anzahl an PKW um 40 Prozent reduzieren und somit jährlich 60.000 Tonnen CO2 einsparen.
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URBAN FUTURE Global Conference in Lissabon

Nach Graz, Wien und Oslo wurde heuer die portugiesische Hauptstadt auserkoren, Schauplatz dieses Events zu sein, das sich mit der Entwicklung nachhaltigerer und glücklicherer Städte für Jedermann beschäftigt.

Sie entwickelt sich immer mehr zum Treffpunkt für junge, urbane Change-Maker. Ihre Ambitionen sind vielfältig – von der Energiewende über grüne Dächer bis hin zu autofreien, glücklichen Nachbarschaften, in denen BürgerInnen ein Wörtchen mitzureden haben. Sie alle eint das Vorhaben, unsere Städte aktiv zu gestalten und zum Besseren zu verändern. Die UFGC versammelt die innovativsten Köpfe unserer Zeit und versteht sich als eine neutrale Plattform ohne politische Agenda.

Generation Greta fordert Veränderung

Die Zeit der vielen Worte scheint vorbei. Nicht zuletzt dank der "Generation Greta" wissen Wirtschaft, Wissenschaft und politische Entscheidungsträger: Es ist Zeit für Taten. Die Frage ist nur: Wie? Welche Projekte und Entscheidungen haben Städte nachhaltiger gemacht, welche sind gescheitert? Um den Wandel voranzutreiben treffen sichCityChanger– leidenschaftliche Veränderer, die ihre Städte mit konkreten Aktionen besser machen – aus der ganzen Welt einmal im Jahr auf der Urban Future Global Conference (UFGC). Die Umwelthauptstadt 2020 Lissabon ist als Austragungsort geradezu prädestiniert, hat sie sich – von der breiten Öffentlichkeit nahezu unbemerkt – in den letzten Jahrzehnten zu einer Vorreiterin nachhaltiger Stadtentwicklung gemausert.

Young Leaders für eine neue Zukunft

Gestartet letztes Jahr in Oslo, wird das Young Leaders-Programm aufgrund des großen Erfolges heuer fortgesetzt. Zahlreiche Bewerbungen aus 48 Städten und 34 Ländern – von Toronto, Johannesburg, Mexiko City oder Wien – für einen der begehrten 50 Plätze sind in unserem Büro in Graz eingetroffen", freut sich Gerald Babel-Sutter, Gründer und CEO der UFGC GmbH. Die Young Leaders haben nicht nur Zugang zu allen Vorträgen und Diskussionen der UFGC, sondern nehmen auch an exklusiven Treffen mit hochkarätigen Städteverantwortlichen teil. So profitiert auch der CityChanger-Nachwuchs von den großen Stärken der UFCG: neuen Impulsen und Perspektiven, einem inspirierenden Mix unterschiedlichster Persönlichkeiten und der Offenheit, auch Erfahrungen des Scheiterns mit anderen zu teilen.

Innovative Köpfe, bekannte Urbanisten

Im Zentrum der UFGC werden die vier großen Themen Mobilität, Wasser, Stadtviertel und Leadership stehen. Im außergewöhnlichen Programm des Megaevents finden sich einerseits bestehende Mitglieder der Urban Future-Familie wie Mikael Colville-Andersen – einer der bekanntesten Urbanisten unserer Zeit, der es liebt zu inspirieren, aber auch zu provozieren, Jennifer Keesmaat - ehemalige Stadplanerin von Toronto und CEO The Keesmaat Group oder Erion Veliaj, Bürgermeister der Stadt Tirana. Zu den neuen Gesichtern zählen die Schriftstellerin Margaret Heffernan oder Mario Raimondi-Gründer von El Desafio, einer Organisation zur Bekämpfung von Jugendarmut in den Städten Argentiniens.Weitere Top-Speaker sind unter anderen Jeni Cross - Soziologin und Forschungsdirektorin an der Colorado State University (USA), Anni Sinnemäki - Vizebürgermeisterin für Stadtentwicklung aus Helsinki (F) oder David Sim – Creative Director bei Gehl (DK).

Hier geht's zum Programm der Konferenz

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Archivmeldung: 17.02.2020

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