IG Passivhaus: Neue Verbandsorganisation

Der Dachverband will sich stärker ins öffentliche Bewusstsein einbringen. Die Industrie bekommt mehr Mitspracherecht, der Vorsitz rotiert jährlich und die Wort-Bild-Marke "IG Passivhaus" wurde patentiert.

Der Dachverband IG Passivhaus hat sich neu organisiert. Ziel ist, sich künftig verstärkt in die Debatte zu Klimaschutz, Energiepolitik und Energiewende einzubringen. Wesentlichste Neuerung ist die Öffnung gegenüber der Industrie. Bis nächstes Jahr sollen 30 Industriepartner als ordentliche Mitglieder aufgenommen werden, derzeit sind es zwölf. Diese bekommen nun Sitz und Stimme im Dachverband und sind berechtigt den Vorstand zu wählen. Gleichzeitig wird das Rotationsprinzip eingeführt. "Der Vorstand wird jährlich von der Generalversammlung gewählt, ebenso der Vorsitzende, der durch die regionalen IG Passivhaus Vereine im Rotationsverfahren besetzt wird. Wobei die Besetzung des Vorsitzenden durch denselben regionalen Verein für maximal zwei aufeinander folgende Jahre möglich ist" erklärt Johannes Kislinger, Vorsitzender der IG Passivhaus Österreich.

Die Wort-Bild-Marke "IG Passivhaus" wurde zudem ins Markenregister beim Österreichischen Patentamt eingetragen. Kislinger dazu: "Markeninhaber ist der Verband, der die eingetragene Marke über Lizenzverträge an seine Mitglieder vergeben kann."

Nominierung zum Österreichischen Klimaschutzpreis

Der Verband will auch mehr Akzeptanz im öffentlichen Bewusstsein und für energieoptimiertes Planen und Bauen schaffen. Die aktuelle Nominierung zum Österreichischen Klimaschutzpreis bestätigt für Kislinger den eingeschlagenen Weg und stellt auch für die Auslober des Preises eine Premiere dar: Zum ersten Mal in der fünfjährigen Geschichte wurde ein Verband beim größten österreichischen Wettbewerb für Klimaschutz-Projekte nominiert.


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Datum: 16.10.2012

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