Wie ein smarter Energiemanager beim Sparen hilft

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Sie möchten Ihren Energieverbrauch optimieren, um so die Energiekosten zu senken? Sie möchten den von der Photovoltaikanlage produzierten Strom optimal einsetzen und selbst verbrauchen? Mit einem Energiemanagementsystem ist das möglich.

Dank Solar- und Photovoltaikanlagen wird die immer autarker werdende Energieversorgung für viele Eigenheimbesitzer zur Selbstverständlichkeit. Um die selbst produzierte Energie auch perfekt zu nutzen, entscheiden sich viele heute für ein so genanntes intelligentes Energiemanagamentsystem. Wir haben uns mit Dipl.-Ing. Peter Käfer, den Geschäftsführer des Unternehmens MEO easy energy unterhalten, um mehr über diese Systeme zu erfahren.

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Dipl.-Ing. Peter Käfer, Unternehmensgründer und CEO von meo energy, einem Grazer Unternehmen, das sich auf integriertes Energiemanagement von Wärme und Strom spezialisiert hat.

Herr Käfer, was ist die Aufgabe von smarten Energiemanagementsystemen?  Was steuert so ein System, außer den Stromverbrauch aus der eigenen Photovoltaikanlage?

Das Energiemanagementsystem meo verbindet alle Energiequellen und Energieflüsse im Einfamilienhaus. In dieser Form ist es das einzige auf dem Markt. Mit der meo Box kann man jede Heizung modernisieren und Photovoltaik-Eigenstrom maximal nutzen. Dies ist durch die intelligente Software unter Einbeziehung von Gebäudeverhalten und Wetterprognosen möglich.

Alle Energiequellen und Energieverbraucher, wie Heizung (wie z.B. Öl oder Gas), Solaranlage, Warmwasserbereitung, Batteriespeicher, Klimaanlage, Poolsystem, Elektroautoladestation, etc. werden miteinander vernetzt. Sämtliche Energieflüsse im Haus werden vollautomatisch gesteuert, optimiert und überwacht und das vollkommen herstellerunabhängig und damit zukunftssicher.

Kann ich dieses Energiemanagementsystem einfach bei mir zuhause installieren?

Ja! meo kann sowohl mit vorhandener Haustechnik im bestehenden Einfamilienhäusern realisiert werden, aber natürlich auch im Neubau. Die Heizung verbraucht nur mehr exakt so viel wie nötig. Alle Systemkomponenten werden sinnvoll und vollautomatisch aufeinander abgestimmt. Sie schonen die Umwelt und sparen Geld – effizienter und kostengünstiger als etwa durch aufwändige Gebäudedämmung.

Warum sollte ich den überschlüssigen PV-Strom nicht einfach einspeisen? Da bekomme ich ja sogar Geld dafür!

Die meo Box verhindert, dass die Energieflüsse in einem Einfamilienhaus ineffizient und somit unrentabel sind. Wenn man den überschüssigen PV-Strom ins Netz einspeist, bekommt man nur sehr wenig Geld, aber muss dann ziemlich wahrscheinlich später wieder Strom teurer einkaufen. Diese unrentablen Energieflüsse fallen dann weg, weil die Wärme- und Stromkomponenten miteinander vernetzt sind. So kann überschüssiger Eigenstrom für das Heizen und Kühlen oder auch für den Betrieb eines Pools genutzt werden. meo erhöht somit die Effizienz der erneuerbaren Energiesysteme und man spart 20 Prozent und mehr der laufenden Energiekosten nur allein durch das vorausschauende Management der Energieströme.

Sind moderne Energiemanagementsysteme „intelligent“? Lernen sie dazu?

Die Software analysiert zuerst das Gebäudeverhalten basierend auf aufgezeichneten Werten und Wetterdaten. Aufbauend auf diesen Daten beginnt meo das gesamte Energiesystem mit Hilfe von Wetterprognosen vorrausschauend zu steuern. Dies wird mit selbstlernenden Algorithmen möglich, die vollautomatisch exakt am Energiebedarf eines individuellen Hauses entlang regeln.

Die Box lernt laufend dazu, würde beispielsweise ein Besitzer sein Haus thermisch sanieren, so „merkt“ sich das System sofort, dass sich das Gebäudeverhalten verändert hat und die Wärme sich im Haus länger hält oder passive Wärmegewinne über Fensterflächen entstehen. Ohne das Zutun des Hausbesitzers werden die Systeme vorausschauend reguliert, sodass eine Überhitzung gar nicht erst stattfindet.

Wo und wie steuere ich solche Systeme im Alltag?

meo arbeitet vollautomatisch und visualisiert alle Energieflüsse online mit Hilfe des meo COCKPITS. Somit können die EFH-Besitzer am Smartphone, Tablet oder PC alle Abläufe genau beobachten. Ein Eingreifen ist nicht mehr nötig und der Benutzer wird entlastet. Er braucht nur einmal die gewünschte Raumtemperatur und Warmwassertemperatur einstellen. Natürlich kann man, sollte beispielsweise eine Zeit lang niemand zu Hause sein, diese Temperaturen bequem über das Smartphone verändern.

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Datum: 18.02.2019
Kompetenz: Energie

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