© Konstantin Yuganov/stock.adobe.com

Waschen, Trocknen, Bügeln: Strom und Wasser sparen

Auch wenn Ihre Waschmaschine nicht voll ist, verbraucht sie annähernd gleich viel Strom wie bei voller Auslastung. Zwei Mal halbvoll gewaschen bedeutet also doppelte Energiekosten! Wir haben die besten Tricks, wie Sie sparsam Wäsche waschen!

Der wohl wichtigste Tipp: Es zahlt sich aus, Energiesparprogramme zu nutzen. Dabei wird weniger Energie verwendet, um das Wasser zu erwärmen, und weniger Wasser eingesetzt, um die gleiche Menge Wäsche zu waschen. Da das Erhitzen des Wassers beim Waschen die meiste Energie verbraucht, wird bei Sparprogrammen die Temperatur reduziert, dafür dauert der Waschgang länger, um das gleiche Reinigungsergebnis erzielen zu können. Keine Sorge: die Hygiene bleibt dabei nicht auf der Strecke. Normal verschmutzte Wäsche wird bei 60 Grad genauso sauber wie bei 95 Grad. Oft genügen statt 60 Grad auch 40 Grad. Auch kann auf die Vorwäsche meist verzichtet werden. Damit spart man nicht nur Strom ein, sondern man reduziert auch die Abwasserbelastung für die Umwelt.

Kurzprogramme vermeiden

Es klingt nach einer Sparmaßnahme, die Waschmaschine in einem Kurzprogramm laufen zu lassen. Aber: Sie sparen dabei nicht. Das Gegenteil ist der Fall, weil das Wasser innerhalb kürzester Zeit erhitzt werden muss, was sehr viel Energie verbraucht.

An die Solaranlage anschließen

Über ein Vorschaltgerät können Sie Ihre Waschmaschine an die Solaranlage anschließen. Die Energie für das Aufheizen des Wassers wird damit eingespart. Am meisten sparen Sie, wenn Sie eine Maschine mit getrenntem Warm- und Kaltwasseranschluss kaufen. Die Vorteile, wenn Sie den Warmwasseranschluss an die Solaranlage und Kaltwasseranschluss an die Regenwassernutzung anschließen: Sie sparen Strom, Trinkwasser, Waschmittel und Weichspüler (Regenwasser ist von Natur aus "weich"). Außerdem wird durch das weiche Wasser die Verkalkung reduziert und damit die Lebensdauer der Waschmaschine erhöht.

Auf Wäschetrockner verzichten

Wer nicht ohne Wäschetrockner auskommt, sollte zumindest auf die Restfeuchtigkeit der Wäsche achten. Wurde sie mit 500 Umdrehungen pro Minute geschleudert, beträgt die Restfeuchte 100 Prozent bei 1000 U/min hingegen nur noch 65 Prozent. Dann kann beim Trocknen entsprechend viel Energie eingespart werden. Ablufttrockner benötigen übrigens ca. 10 Prozent weniger Energie als Kondensationstrockner.

Wirklich alles bügeln?

Sowohl zu feuchte als zu trockene Wäsche muss länger gebügelt werden. Daher ist das Mittelmaß, also "bügelfeucht", am besten. Und die Restwärme nach Ausschalten des Bügeleisens lässt sich für feine Wäsche nutzen. Übrigens: Der Stromverbrauch beim Bügeln ist beträchtlich: Etwa 1,3 kWh für 5 kg Wäsche. Durch Verwendung eines wärmereflektierenden Bügelbrettbezuges kann eine Menge Energie gespart werden!

AutorIn:
Datum: 19.05.2022
Kompetenz: Energie

Inspiration & Information abonnieren - mit dem wohnnet Newsletter