Welche Rohre für die Heizung?

Verbindung zwischen Wärmeerzeuger und Wärmeabgabesystem sind die Heizleitungen. Denken Sie bei der Planung Ihrer Heizanlage auch an zukünftige Energieträger (z. B. Solarenergie) und versuchen Sie technische Vorkehrungen, wie Leerverrohrungen, unterzubringen.

Die im Wärmeerzeuger erzeugte Wärme erhitzt meist Wasser, manchmal auch Luft, und diese müssen über Leitungen oder Kanäle zum jeweiligen Wärmeverteiler transportiert werden. Die Eignung des Rohrleitungsmaterials ist entscheidend von der Wasserzusammensetzung abhängig. Sie sollten also über Wasserhärte, pH- Wert sowie Chlorid- und Sulfatgehalt Ihres Wassers Bescheid wissen. Auskünfte dazu bekommen Sie bei Ihrem zuständigen Wasserwerk.

Um eine möglichst verlustfreie Wärmeverteilung zu ermöglichen, ist es sinnvoll, jede Rohrleitung mindestens mit zwei Dritteln des Rohrdurchmessers zu dämmen. Weiters sollte möglichst vermieden werden, die Rohrleitungen im Bereich von Außenwänden zu führen. Stahlrohre müssen, speziell in Räumen in welchen Feuchtigkeit auftritt, gegen Korrosion geschützt werden. Es ist aufgrund der Angebotsvielfalt und der Materialunterschiedlichkeit unbedingt zu empfehlen, sich vor Verwendung eines neuen Verteilungssystems vom Hersteller entsprechend informieren zu lassen.

1. Stahlrohre
Bei den Stahlrohren handelt es sich um sogenannte schwarze, geschweißte oder nahtlose Gewinde- oder Siederohre. Für den Heizungsbau wurde ein spezielles "Heizungsrohr" entwickelt, das einen kleinsten Biegeradius ermöglicht.

2. Kupferrohre
Kupferrohre bieten gegenüber Stahlrohren verschiedene Vorteile, wie leichte Verarbeitung (Löten), geringe Wärmekapazität, große Korrosionsbeständigkeit und geringer Strömungswiderstand.

3. Weichstahlrohre
Weichstahlrohre sind besonders behandelte Stahlrohre mit niedrigem Kohlenstoffgehalt. Dadurch wird eine gute Biegbarkeit bei ausreichender Festigkeit erreicht. Im Heizungsbau werden Weichstahlrohre mit einer wärmedämmenden Ummantelung angeboten. Während Stahl- und Kupferrohre für gesamte Anlagen zur Ausführung gelangen, sind Kunststoffrohre und Weichstahlrohre meist auf den Bereich der Wohnungsverteilleitungen beschränkt.

4. Kunststoffrohre
Kunststoffrohre sind korrosionsbeständig und einfach zu verlegen. Aufgrund der Sauerstoff- Diffusionsdichtigkeit durch die Aluminium-Ummantelung des Kunststoffrohres werden diese nicht nur bei der Verlegung von Fußbodenheizungen sondern auch immer mehr für die Heizkörperanbindungen verwendet.

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Datum: 29.09.2017

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