Druckmessgerät zeigt etwa 3 bar an in einer metallischen Umgebung montiert links schwarzes Styropor rechts goldene metallische Rohrleitungen Text EN 837-1 und bar W7

Hocal Solarcompact © Hoval

Solarspeicher: Wärme auf Abruf

Pufferspeicher, Warmwasserspeicher, Kombispeicher: Um die Energie aus der Solaranlage zu speichern, gibt es mehrere Möglichkeiten. Welche Solarspeicher gibt es und was passt zu Ihren Anforderungen und Ihrer Anlage.

Thermische Solaranlagen nutzen die Energie der Sonne, um Wasser für Heizung und Co zu erwärmen. Doch was tun, wenn die Sonne nicht scheint? Hier kommen Solarspeicher ins Spiel. Sie speichern überschüssige Energie für später und sorgen so für eine zuverlässige Warmwasserversorgung und Heizunterstützung.

Funktionsweise eines Solarspeichers

Im Solarspeicher wird die im Kollektor gewonnene Energie bevorratet. Das Prinzip ist einfach: Überschüssige Wärme wird in einem gut isolierten Tank gespeichert und bei Bedarf an das Heiz- oder Warmwassersystem abgegeben. Je nach Komfortansprüchen und budgetären Vorstellungen stehen verschiedene Speichertypen und -größen zur Verfügung.

Solarspeicher für Warmwasserbereitung und Raumzusatzheizung werden im unteren Bereich durch ein innen liegendes Heizregister oder bei größeren Kollektorflächen durch einen externen Plattenwärmetauscher aufgeheizt. Alle Solar-Wassererwärmer bieten auch die Möglichkeit der Aufheizung durch konventionelle Energie (vom Heizkessel aus) und können zusätzlich auch mit elektrischen Aufheizgarnituren ausgestattet werden.

Hinweise und Tipps

Gewusst?

Während ein Pufferspeicher primär zur Unterstützung des Heizsystems dient, ist ein Brauchwasserspeicher für die Bereitstellung von Warmwasser im Haushalt zuständig. Der Pufferspeicher ist in den Heizkreislauf integriert, der Brauchwasserspeicher hingegen speichert direkt das erwärmte Trinkwasser.

Welche Arten von Solarspeichern gibt es?

Je nach Einsatzzweck und Anforderungen gibt es verschiedene Typen von Solarspeichern:

Pufferspeicher

Sie sind ideal für die Heizungsunterstützung. Pufferspeicher dienen einerseits der Speicherung von bereits erzeugter, aber überschüssiger Wärme aus Heizungen oder Wärmepumpen. Dadurch wird es möglich, Wärmeenergie zu nutzen, ohne sie tatsächlich zu verbrauchen. Das senkt Betriebskosten und erhöht zugleich den Wirkungsgrad. Anderseits kann der Pufferspeicher auch Sonnenenergie direkt speichern, und zwar indem er direkt in die Solaranlage integriert wird und das tagsüber erwärmte Wasser zwischenspeichert sowie warmhält. Pufferspeicher können zusätzlich mit Pellets beheizt werden oder haben eine integrierte Trinkwassererwärmung

Brauchwasser- oder Warmwasserspeicher

Besser bekannt sind diese Speicher als Boiler. In den Behältern wird das warme Wasser gespeichert und für den täglichen Gebrauch in Küche und Bad bereitgestellt. Der Boiler wird mit Strom, Gas oder Öl beheizt und fasst im Normalfall 5 bis 400 Liter Warmwasser. Ist der Warmwasserspeicher mit der zentralen Warmwasserversorgung an einen Wärmeerzeuger gekoppelt, so kommen indirekt beheizte Wasserspeicher zum Einsatz.

Kombispeicher

Ein Kombispeicher besteht aus zwei Komponenten: einem Pufferspeicher, der die überschüssige Energie von Wärmeerzeugnissen abspeichert und einem Warmwasserspeicher, der im oberen Bereich des Pufferspeichers integriert ist. Alternativ kann anstelle des Brauch- oder Warmwasserspeichers eine Heizspirale eingebaut sein, an der das Wasser beim Durchlaufen erhitzt und bereitgestellt wird. Kombispeicher sind typisch für den Einsatz mit Solarwärmeanlagen.

Schichtenspeicher

Ein besonders effizienter Speichertyp, der das Wasser nach Temperaturen schichtet und so eine optimale Nutzung ermöglicht ist der Schichtenspeicher. Der Name "Schichtenspeicher" rührt daher, dass das Wasser im Speicher in verschiedenen Temperaturzonen oder "Schichten" angeordnet ist. Dies wird durch eine spezielle Konstruktion und interne Strömungsführungen erreicht, die verhindern, dass sich das warme Wasser mit dem kalten Wasser vermischt. Schichtenspeicher sind besonders in Systemen beliebt, die erneuerbare Energien nutzen, da sie dazu beitragen, die verfügbare Wärmeenergie effizient zu speichern und zu nutzen.

Welchen Solarspeicher brauchen wir?

Die Wahl des passenden Solarspeichers hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Nutzungszweck: Heizungsunterstützung, Warmwasserbereitung oder beides?
  • Haushaltsgröße: Die Anzahl der Bewohner bestimmt den Warmwasserbedarf.
  • Vorhandenes Heizsystem: Manche Speicher lassen sich besser mit bestimmten Heizsystemen kombinieren.
  • Platzverhältnisse: Ein Kombispeicher kann platzsparend sein, hat aber ein begrenztes Volumen.

Die Speicherkosten betragen etwa 10 % der Gesamtkosten einer neuen Heizanlage. Trotz der etwas höheren Erstausgaben können Solarspeicher langfristig zu erheblichen Energieeinsparungen führen und sich so amortisieren.

Tipps zur effizienten und sparsamen Nutzung des Speichers

  • Richtige Dimensionierung: Ein zu großer Speicher verursacht unnötige Kosten, ein zu kleiner deckt den Bedarf nicht.
  • Gute Isolierung: Je besser der Speicher isoliert ist, desto länger bleibt die Wärme erhalten.
  • Regelmäßige Wartung: Lassen Sie Ihren Solarspeicher regelmäßig von einem Fachmann prüfen.
  • Intelligente Steuerung: Moderne Speichersysteme können durch smarte Steuerung die Effizienz weiter erhöhen.

Ein gut gewählter und richtig dimensionierter Solarspeicher ist der Schlüssel zu einer effizienten Solaranlage. Er sorgt dafür, dass Sie auch an trüben Tagen von der Kraft der Sonne profitieren können. Mit den richtigen Informationen finden Sie die perfekte Lösung für Ihr Zuhause und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Redaktion
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