Das Ökohaus: Althaus mit PV

Selbst im Bereich bestehender, älterer Gebäude tritt die Photovoltaik ihren Siegeszug als alternative Energiequelle an. Selbst in Althäusern lassen sich die Module ideal integrieren.

Ausgangsbasis war ein Haus wie viele andere in Österreich. Vor mehr als zehn Jahren entstand die Idee aus dem konventionellen Bestand ein neuzeitliches Ökohaus mit gesamtheitlichem Konzept vom Superniedrigenergiestandard bis hin zur Solar- und Regenwassernutzung zu machen. Folglich wurde die gesamte Gebäudehülle mit ökologischen Baustoffen gedämmt und so der Energiebedarf minimiert. Eine 30 m² große Vakuumkollektoranlage deckt über 90 Prozent des Warmwasser- und über 40 Prozent des Raumheizwärmebedarfs.

Seit Ende Oktober 2009 steht auch eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Bei der Planung waren viele Details zu beachten. Mit der Neigung des bestehenden Daches von 27° und einer Abweichung von 10° von der Südrichtung war für die Sonnenstromanlage eine gute Ausgangslage gegeben. Jedoch durften die Vakuumkollektoren zur Warmwassererzeugung die neue Photovoltaikanlage keinesfalls beschatten und so kam nur der Traufen- und erhöhte Firstbereich mittels Aufständerung für die Anordnung der Module in Frage. Neben den Aspekten der optimalen Platzausnutzung durch die Modulgröße war natürlich die Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und das Preis/Leistungsverhältnis der Module wesentlich.

Von der wirtschaftlichen Seite betrachtet kommt man bei Investitionskosten von rund 4000 Euro/kWp inkl. Förderungen auf eine Amortisationszeit von circa 16 Jahren und die Ökobilanz ist hervorragend: Schon nach drei Jahren produzieren die Photovoltaikmodule mehr Energie als für die Herstellung, Transport und Montage aufgewendet wurde. Somit gewinnen die Module ungefähr zehnmal mehr Energie von der Sonne, als graue Energie benötigt wurde. Auch am Ende des Lebenszyklus wird Nachhaltigkeit großgeschrieben: Der Modulhersteller ist Mitglied im PV-CYCLE – einer unabhängigen Vereinigung, die sich zum Ziel gesetzt hat, ein Rücknahme-und Recyclingsprogramm für Altmodule einzurichten.


Autor:

Datum: 21.05.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Photovoltaik

Die Leistungskurve von PV-Anlagen folgt dem täglichen Lauf der Sonne. Etwa zur gleichen Zeit treten auch die Tagesverbrauchsspitzen im Stromnetz auf. Es ist daher sinnvoll, den photovoltaisch erzeugten Strom in das Stromnetz einzuspeisen.

Schnauer ist zertifizierter Photovoltaik-Planer. Mit perfektem Fachwissen und neuester Bemessungssoftware ermittelt Schnauer jene optimale Anlagenkonfiguration, die gemeinsam mit der Wärmepumpe eine unglaubliche Energieeffizienz von bis zu 93 Prozent erreicht.

Thermische Solaranlagen gehören fast schon zum Standard in unserem Land, immer mehr Private setzen nun aber auch auf die solare Stromerzeugung mittels Photovoltaik. Ein großer Punkt dabei: Wie und wo speichern wir die erzeugte Energie?

Ob Neuinstallation oder Nachrüstung – wer eine Photovoltaikanlage besitzt, braucht auch einen Speicher für den selbst erzeugten Strom. Wie so etwas funktioniert, erfahren Sie hier.

In die Keramikdachziegel werden Solarzellen integriert, die Sonnenenergie in Strom umwandeln. Was so einfach klingt, hat es erst jetzt zur Marktreife geschafft.

Die überdachte Terrasse ist nicht nur angenehmer Freisitz und Schattenspender in der warmen Jahreszeit. Dank integrierter Photovoltaikanlage wird sie jetzt auch zum stylischen Energieerzeuger. Ein Hingucker, der auch noch was bringt.

Der BWT E1 Einhebelfilter sorgt für eine optimale Trinkwasserhygiene in Ihrem Zuhause. Fremdpartikel, die durch Reparaturen oder Neuanschlüsse im Wasserleitungsnetz entstehen, werden durch den E1 Einhebelfilter zurückgehalten.

Die Montage und der Betrieb von energieerzeugenden Solar- und PV-Systemen ist für viele umweltbewusste Hauseigentümer in ruralen Gebieten heute selbstverständlich. Den städtischen Bewohnern, und hier vor allem Mietern, ist es leider bisher verwehrt. Mit simon, einem erfolgreichen Crowdfunding Projekt der oekostrom AG, ändert sich das nun.

Der Eigenverbrauch von Photovoltaikstrom ist ab sofort bis zu einer Produktion von 25.000 Kilowattstunden steuerfrei. Im Fördertopf sind noch ausreichend Mittel vorhanden. Experten raten: Nutzen Sie die Gunst der Stunde!