Photovoltaik speichern: Welche Kosten entstehen

Mittels Akku lässt sich der eigens erzeugte Solarstrom einfach speichern. Die Kosten für die Speicherlösungen variieren stark. Hier finden Sie eine Anleitung zur Berechnung des Killowattstunden-Preises.

Wer sich Gedanken über eine Speicherlösung für seine PV-Anlage macht, wird sich früher oder später mit den Kosten auseinandersetzen müssen. Dabei werden die unterschiedlichsten Systeme zu stark variierenden Preisen angeboten. Es ist äußerst schwierig dabei den Überblick zu behalten.

Um die Kosten pro gespeicherter kWh zu berechnen, sind folgende Parameter von Bedeutung:

  • Kosten des Speichersystems (Bei Systemen mit integriertem Wechselrichter und /oder Modulen müssen diese wieder herausgerechnet werden. Anzusetzen ist hier ein Angebot einer vergleichbaren Anlage ohne Speichersystem)
  • Anzahl der möglichen Vollzyklen des Speichermediums
  • Speicherkapazität des Akkusystems in kWh
  • Entladetiefe des Akkussystems in Prozent
  • Systemwirkungsgrad in Prozent (Was bleibt an Energie nach der Speicherung übrig)
     

Fazit: Solange der Strompreis stabil bleibt, müssen Sie genau abwägen, ob sich die Investition in die Speicherlösungen, und die PV-Anlage selbst, tatsächlich lohnt. Allerdings ist in den kommenden Jahren - davon gehen Experten aus - mit empfindlichen Strompreissteigerungen zu rechnen. Eines ist sicher: Die Umwelt dankt Ihnen den effizienten Einsatz des Ökostroms auf jeden Fall.


Beispielberechnung eines Speichersystems:

(Zwei Rechenbeispiele: Lithium-Ion/Blei)
Kosten für das Speichersystem: 11.000 €/6.000€
Vollzyklen: 5.000/2.700
Speicherkapazität: 8 kWh/8 kWh
Systemwirkungsgrad: 90%/85%
Entladetiefe: 70%/50%

Die Berechnung Schritt für Schritt:

  • Ermittlung, wie viel kWh das Speichersystem über seine gesamte Lebensdauer verarbeiten kann:
    5.000 Vollzyklen x 8 kWh = 40.000 kWh / 2.700 Vollzyklen x 8 kWh = 21.600 kWh

  • Nun muss der Verlust (Systemwirkungsgrad) abgezogen werden:
    40.000 kWh x 90% = 36.000 kWh / 21.600 kWh x 85% = 18.360 kWh

  • Als nächstes wird die Entladetiefe abgezogen, da der Akku nicht voll entladen werden darf:
    36.000 kWh x 70% maximale Entladetiefe = 25.200 kWh / 18.360 kWh x 50 % maximale Entladetiefe = 9.180 kWh

  • Wir können nun die Kosten pro entnommener kWh ermitteln. Dazu müssen nur noch die Kosten für das Speichersystem durch die möglichen kWh geteilt werden:
    11.000 € / 25.200 kWh = 0,437 €/kWh / 6.000 € / 9.180 kWh = 0,653 €/kWh

Zur Berechnung der Gesamtkosten müssen zusätzlich die Kosten der PV-Anlage selbst addiert werden.

Stand: Sommer 2013

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Autor:

Datum: 09.08.2013

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