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Von Öl zu Pellets - Förderungsüberblick

In Österreich heizen rund 600.000 Haushalte mit Öl, noch. Bis 2020 sollen die Ölheizungen ohnedies verboten werden und bereits jetzt gibt es attraktive Wechselangebote.

Ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt konsumiert rund 59 Prozent der jährlich verbrauchten Energie in Form von Wärme und nach wie vor halten rund 600.000 Privathaushalte in Österreich ihre vier Wände mit Öl warm. Eine Modernisierung bzw. ein Umstieg auf effizientere und nachhaltigere Heizsysteme steht bei vielen Bürgern jedoch im Raum.

Der Österreichische Biomasse-Verband hat auch heuer wieder alle Landesförderungen für den Einbau von Holzheizungen erhoben. Dabei wurde ein Kesseltausch-Förder-Ranking von Heizöl auf Pellets erstellt, auf dessen Berechnungsgrundlage Kosten von 15.000 Euro für einen 15 kW Pelletskessel sowie die optimale Erfüllung aller Fördervoraussetzungen für den Pelletskessel angenommen wurden.

Nachdem Kärnten jahrelang das Ranking angeführt hat, wird es 2018 durch Vorarlberg abgelöst, wo es für den Kesseltausch einen Einmalzuschuss von bis zu 6.000 Euro gibt. Auf den nächsten Platzierungen folgen Salzburg mit einer Fördersumme von 5.020 Euro und Tirol mit einem direkten Zuschuss von 3.750 Euro. Im Ranking sind Gemeindeförderungen und Sonderförderungen für Zusatzkomponenten nicht berücksichtigt.

Umstieg auf Holz in jedem Bundesland interessant

Auch die Steiermark (3.600 Euro), Niederösterreich (3.000 Euro), Oberösterreich (2.900 Euro) und Kärnten (2.700 Euro) liegen bei den Fördersummen knapp hintereinander. Den vorletzten Platz belegt heuer Burgenland mit 2.200 Euro. In Wien wird keine Direktförderung des Kesseltausches auf Biomasse-Heizungen gewährt. Nur im Zusammenhang mit einer thermisch-energetischen Sanierung können einmalige nicht rückzahlbare Beiträge im Ausmaß von 30 % der als förderbar anerkannten Baukosten berücksichtigt werden.

Wieviel Holz wird wo verheizt?

Die Niederösterreicher führen mit einem Bundesanteil von 26 % das Holzheizer-Ranking in Österreich an. Vorarlberg hat allein von 2013 auf 2016 nicht zuletzt aufgrund der guten Förderungen in diesem Bundesland um 41 % zugelegt und auch in Salzburg und Tirol konnten deutliche Zuwächse an Holzheizungen verzeichnet werden. Interessanterweise bleiben trotz der Bemühungen durch Länder und Bund deutliche Senkungen des Heizöl-Kesselbestandes aus. Warum? Der Österreichische Biomasseverband erklärt sich dieses Phänomen mit den üppigen Förderungen seitens der Heizöl-Branche einerseits und den deutlich gesunkenen Heizölpreisen andererseits.