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Sanierungsoffensive 2021/22: Es wird wieder gefördert!

Für die Förderungsaktion „raus aus Öl und Gas“ und die Sanierungsoffensive 2021/2022 stehen für Private und Betriebe insgesamt 650 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind 400 Millionen Euro für den Kesseltausch und die Förderungsaktion „raus aus Öl“ reserviert.

 
 

Früher als in den vergangenen Jahren wurde heuer die Sanierungsoffensive beschlossen und das gleich für die nächsten zwei Jahre. Gefördert werden alle Maßnahmen, die zwischen dem 01.01.2021 und dem 30.09.2023 bei Antragstellung im Jahr 2021 bzw. dem 30.09.2024 bei Antragstellung im Jahr 2022 umgesetzt werden.

Einen Förderantrag können auf privater Seite wie immer ausschließlich natürliche Personen stellen, sprich Eigentümer bzw. Miteigentümer, Bauberechtigte und Mieter von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Reihenhäusern. Für alle Unternehmen und sonstige unternehmerisch tätige Organisationen, Vereine und konfessionelle Einrichtungen ist eine separate Fördermöglichkeit gegeben. Details dazu finden Sie hier!

Was wird gefördert?

Wie wir es schon aus den bisherigen Sanierungsoffensiven kennen, werden thermische Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden gefördert, die älter als 20 Jahre sind. Förderungsfähig sind eine umfassende Sanierung nach dem klima:aktiv-Standard und jetzt auch Einzelbauteilsanierungen, die eine Reduktion des Heizwärmebedarfs um mindestens 40 Prozent erzielen. Das freut auch Brancheninsider, wie Clemens Hecht von der Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme: „Die neue zusätzliche Möglichkeit für Einzelbauteilsanierungen, die explizit die Außenwand benennt, freut uns sehr.“ Gerade bei Einfamilienhäusern wird oft nacheinander und unabhängig voneinander saniert, die neue Regelung verschaffe Eigentümern so mehr Freiheit und Planungsmöglichkeit.

Förderungsfähige Sanierungsmaßnahmen sind unter anderen:

  • Dämmung der Außenwände
  • Dämmung der obersten Geschoßdecke bzw. des Daches
  • Dämmung der untersten Geschoßdecke bzw. des Kellerbodens
  • Sanierung bzw. Austausch der Fenster und Außentüren

Die Förderung beträgt je nach Sanierungsart zwischen 2.000Euro und 6.000Euro. Bei Verwendung von Dämmmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen kann darüber hinaus ein Zuschlag gewährt werden. Es können max. 30 Prozent der gesamten förderungsfähigen Kosten gefördert werden.

Der Klima- und Energiefonds fördert zusätzlich Planungskosten wie z. B. den Energieausweis, die Kosten für die Bauaufsicht und Baustellengemeinkosten, maximal in einer Höhe von 10 Prozent. Ebenfalls kann die Bundesförderung mit einer Landesförderung kombiniert werden.

Wie komme ich zur Förderung?

Die Antragstellung ist seit Anfang Februar 2021 ausschließlich online möglich. Der Online-Antrag ist vollständig ausgefüllt und mit allen geforderten Beilagen abzuschließen. Gefördert werden alle Maßnahmen, die zwischen dem 01.01.2021 und dem 30.09.2023 bei Antragstellung im Jahr 2021 bzw. dem 30.09.2024 bei Antragstellung im Jahr 2022 umgesetzt werden. Anträge können so lange gestellt werden, wie Budgetmittel vorhanden sind. 

Alle Infos und Details zur Sanierungsoffensive 2021/22 für Privatpersonen gibt es hier

AutorIn:
Datum: 12.03.2021
Kompetenz: Förderungen

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