jüngeres Paar steht in Küche und betrachtet Pläne, Frau scheint schwanger zu sein, es soll ein Haus gebaut werden.

jüngeres Paar steht in Küche und betrachtet Pläne, Frau scheint schwanger zu sein, es soll ein Haus gebaut werden. © ReeseArcurs/peopleimages.com/stock.adobe.com

KIM-Verordnung läuft aus...oder doch nicht?

Eine der beliebtesten Finanzierungsquellen für Wohnraumbeschaffung in Österreich ist der Bankkredit. Und eine der umstrittensten Maßnahmen in diesem Bereich war die KIM-Verordnung. Die strikten Regeln für die Vergabe von Wohnbaukrediten ist jetzt ausgelaufen, streng bleiben die Banken aber trotzdem.

Am 1. August 2022 wurden die Richtlinien zur Vergabe von Wohnkrediten verschärft. Dem vorausgegangen war eine Kritik der FMA (Finanzaufsichtsbehörde) über eine zu laxe Vergabepraxis durch die Banken, welche auf lange Sicht die Finanzmarktstabilität gefährdet. Härtere Vorgaben zu Eigenmittelhöhe, maximale Laufzeit und maximale Ratenhöhe waren die Folge. Und ab Tag 1 gab es laute Kritik an der KIM-Verordnung (lesen Sie dazu unseren ausführlichen Bericht darüber auf wohnnet.at). Von Banken, Kreditinstituten, Wohnbaugesellschaften, Bauträgern, der Fertighausbranche und der Bauwirtschaft.

Welche Regeln gelten künftig?

Die strengen KIM-Richtlinien laufen mit 30. Juni 2025 aus. Aber:In der Praxis bleiben sie bestehen - weitgehend.So hat dasFinanzmarktstabilitätsgremium (FMSG) schon bei der Verkündung des KIM-Endes darauf gepocht, dassdie Banken die Richtlinien zurKreditvergabe auch nach Auslaufen der Verordnung einhalten werden. Die Empfehlung der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA): Banken könnten von den strengen Vorgaben abweichen, wenn sie trotzdem eine solide Kreditvergabe garantieren könnten. Das müssen die Banken aber begründen. Sprich: Wir lockern die Vergaberichtlinien für Sie als Kundin oder Kunde, aber nur, weil wir sicher sind, dass Sie alles fristgerecht zurückzahlen können. Wenn eine Bank mehrere dieser "riskanten" Kredite vergibt, muss sie auch entsprechend vorsorgen, also "zeigen können, dass dieser größere Risikoappetit durch ihre Risikostrategie gedeckt ist, was ein höheres Kapitalerfordernis bedeuten kann", wie es aus der FMA heißt. Entsprechende Prüfungen seien vorgesehen.

Veronika Kober
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