© dean bertoncelj/shutterstock.com

ÖsterreicherInnen verschulden sich privat

Jeder zweite in Österreich hat Privat- bzw. Konsumschulden, das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Damit liegen wir knapp unter dem europäischen Schnitt. Bei den Schuldsummen sieht es schon anders aus.

Konsumschulden, so nennt sich jenes „geliehene“ Fremdkapital, das für knapp jeden zweiten in Österreich zum Leben dazugehört. Und hier ist nicht die Rede vom Kredit, der für den Hausbau aufgenommen wurde, oder dem Bauspardarlehen.

Ob Privatkredit, überzogenes Konto oder Schulden bei der Kreditkartenfirma, für einen Großteil von uns hier in Österreich gehören Schulden zum Leben. Für 50 % der Europäer­Innen gilt übrigens das gleiche.

Von welchen Beträgen sprechen wir?

Was die Höhe der individuellen Schulden anbelangt, liegen die ÖsterreicherInnen zum Teil deutlich über dem europäischen Durchschnitt. In kaum einem anderen befragten Land ist der Anteil jener, die Schulden über 20.000 Euro haben, so hoch wie bei uns. Mit 20.000 bis 50.000 Euro sind laut Angaben 12 % der ÖsterreicherInnen verschuldet, das ist doppelt so viel wie im Europaschnitt. Knapp 10 % stottern sogar Privatschulden von über 50.000 Euro ab. Zum Vergleich: im Europaschnitt sind es 3 %.

Schulden verderben die Laune

Eines geht auch ganz klar aus der hier zitierten Studie hervor. Wer sich verschuldet, fühlt sich dabei nicht wohl. Und so verwundert es auch nicht, dass über die Hälfte der Befragten (51 %) angeben, die Schulden drücken auf ihr Wohlbefinden. Interessant: Frauen (60 %) sind hier noch sensibler als Männer (43 %). Lediglich jeder Fünfte behauptet. dass ihm die privaten Schulden nichts ausmachen.

AutorIn:
Archivmeldung: 29.06.2016

Inspiration & Information abonnieren - mit dem wohnnet Newsletter