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Corona ohne Auswirkungen auf Immobilienmarkt – noch…

Wie einer aktuellen Aussendung des Maklerverbundes Remax zu entnehmen, zeigen sich in den amtlichen Grundbüchern bisher noch kaum Corona-Auswirkungen. Die Immoverkäufe sind im ersten Halbjahr 2020 gestiegen.

Weniger Besichtigungen, geringeres Kaufinteresse, Einbruch des Immobilienmarktes. Von den düsteren Prophezeiungen zu Beginn des Lockdowns scheint nicht viel übriggeblieben zu sein. Die Zahl der Immobilienverkäufe legte heuer im ersten Halbjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 4,9 Prozent zu; das Transaktionsvolumen blieb mit 16,4 Milliarden Euro unverändert, auch wenn die Anzahl der Transaktionen bundesweit um rund 3.100 anwuchs, wie dem Immobilienreport vom Maklerverbund Remax zu entnehmen ist.

Die Verkaufszahlen haben also zugelegt. Aber: Die drei wichtigsten Objektgruppen – Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser und Grundstücke – waren mit einem Minus von 6,4 Prozent rückläufig. Der Verkauf von Zinshäusern und Zinshausanteilen ist gar um ein Drittel eingebrochen. „Die tatsächlichen Auswirkungen von COVID-19 werden erst die Auswertungen für das Gesamtjahr 2020 zeigen. Immobilien sind aber sowohl bei Eigennutzern als auch Anlegern weiterhin hoch im Kurs, daran wird sich auch nicht so rasch etwas ändern. Entscheidend für die Marktentwicklung in den nächsten Monaten wird die Kreditvergabe der Banken an Privatpersonen sein“, erläutert dazu der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer.

Keine generelle Preisreduktion

Aus dem geringeren Transaktionsvolumen im Vergleich zu den gestiegenen Transaktionen darauf zu schließen, die Immobilien seien generell billiger geworden, „ist falsch“, so Remax-Österreich-Manager Anton Nenning. „Vielmehr ist die Anzahl der quasi kleinen Transaktionen gestiegen.“ So hätten sich in den vergangenen fünf Jahren die Verbücherungen von Parkplätzen beinahe versechsfacht, und auch die Hausanteilsverkäufe seien um das Fünffache gestiegen. Insgesamt wurden 2020 bis Juni für 67.302 Immobilien neue Eigentümer verbüchert, das sind 3,7 Prozent mehr als im Rekordjahr 2018.

AutorIn:
Datum: 09.09.2020
Kompetenz: Immobilien

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