Bäume pflanzen wie der Profi

Bevor es an die Pflanzung eines Baumes geht, sollten Sie den Standort gut wählen, denn Bäume werden sehr groß und langlebig. Eine Umpflanzung ist im besten Fall auch zu vermeiden.

Noch bevor Sie sich an die Einpflanzung der Bäume in Ihrem Garten machen, sollte der passende Standort gewählt werden. Oder umgekehrt: Für den jeweiligen Standort ist die, in Sachen Wuchsgröße und Wuchsform (säulenförmig, breitkronig, Hängeform etc.) richtige Sorte zu wählen. Da man mit dieser Entscheidung mitunter 20 oder 30 Jahre lang leben muss, ist es wichtig, hierfür die entsprechende, professionelle Beratung einzuholen.

Grube und Austopfung

Der Durchmesser der Baumgrube sollte doppelt so groß sein, wie jener des Ballens der Pflanze. Die Tiefe sollte dem Topf oder Ballen entsprechen, wobei die untere Fläche einen halben Spaten tief aufgelockert werden muss. So kann das Wasser gut versickern und die Bildung von Staunässe (etwa aufgrund eines verdichteten Horizonts im Boden, entstanden durch die Humusierung des Gartens) verhindert werden.

Bei der Austopfung müssen die teilweise verdrehten Wurzeln im unteren Bereich aufgelockert werden, damit die Pflanze entsprechend gut in den vorhandenen Boden hinein wurzeln kann. Das Pflanzungsniveau sollte so gestaltet werden, dass die Oberkante des Ballens knapp über dem Niveau des umliegenden Erdreichs liegt. So steht der Baum leicht überhöht, wächst besser und wirkt natürlicher.

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Richtiges gießen besonders wichtig

Die Pflanzenerde sollte in der Baumgrube mit der vorhandenen Erde abgemischt und festgedrückt werden. Steht die Pflanze, wird aus der übrigen Erde ein Wall gebildet, in dem das Wasser beim Gießen stehen bleiben und direkt bei den Pflanzenwurzeln versickern kann. Es ist wichtig, dass es nahe beim Stamm versickern kann, andererseits würde die Pflanze beim Gießen zu wenig Wasser abbekommen.

Solange die Pflanze noch nicht völlig ausgetrieben hat, und es im Sommer noch nicht richtig heiß ist, sollte man nicht zu viel gießen – ein bis zwei Mal wöchentlich reicht. Pro Gießgang sollte immer die gleiche Menge Wasser gegeben werden. Bei kleineren bis mittelgroßen Bäumen sind das ca. zwei Gießkannen pro Gießgang, bei großen Bäumen bis zu 15 – dies aber nur ein Mal pro Woche. So kann das Wasser ausreichend tief zu den Wurzeln sickern.

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Gute Bodenverankerung

Die Verankerung des Baumes ist wichtig, um ihn gegen Wind zu schützen. Idealerweise erfolgt sie mit einer Juteschnur, die um den Stamm des Baumes gewickelt wird, wodurch die Bildung von Scheuerstellen verhindert wird. Die Verankerung muss auch kontrolliert und möglicherweise erneuert werden – wächst der Stamm, könnte es zu Verengungen kommen und der Baum in Folge absterben.

Ganz zum Schluss muss der Baum mit zwei Gießkannen Wasser gegossen werden, damit sich das Erdreich schön setzt und zwischen Ballen und Erdreich keine Luftblasen bleiben.

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Datum: 16.04.2015

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