Zuber, Tonne, Fass: Badespaß auf Skandinavisch

Es muss nicht immer der Pool sein. Badespaß auf Ihrer Terrasse oder im Garten können Sie auch einfacher haben. Die uralte skandinavische Tradition des Badezubers erfreut sich zunehmender Beliebtheit - gerade in den kalten Monaten!

Im Original besteht es aus Fichte, Lärche, Esche, Eiche oder roter Zeder. Auch Kiefer wird oft eingesetzt. Die Holzsorte bestimmt die Eigenschaften, Pflegeintensität, den Preis und schließlich auch die Optik des Badefasses.

Material, Pflege, Preis - die Unterschiede

Relativ günstig fahren Sie mit einer Tonne aus Fichte oder Lärche (ab 2.000 Euro bei 1,50 bis zwei Metern Durchmesser), der Pflegeaufwand ist hier aber auch am größten. Das Badefass sollte alle vier bis sechs Monate mit spezieller Lasur (Leinöl, Paraffinöl) bearbeitet werden. Ein bisschen tiefer in die Tasche greifen Sie für ein Modell aus Esche, Eiche, Kiefer oder Zeder (etwa 2.800 bis 3.000 Euro und mehr), sie können völlig unbehandelt bleiben.

Zwar vergraut das Holz an der Oberfläche mit der Zeit, dem können Sie aber mit einer Ölfrischkur einmal pro Jahr entgegenwirken und der Qualität des Holzes tut selbst Untätigkeit keinen Abbruch. Besonders beliebt sind Zuber aus skandinavischer Kiefer. Das Holz wird durch hohe Temperaturen (160 bis 220°C), hohen Druck und ohne Zusatz von Hilfsstoffen zu Thermoholz bearbeitet. Verrottungs- und Quellverhalten nehmen dadurch stark ab, das Holz wird optimal auf den Einsatz im Wasser vorbereitet. Neben Holzzubern gibt es auch Modelle aus Kunststoff oder Aluminium. Sie sind langlebiger, pflegeleichter und robuster. Aber auch teurer und werden der eigentlichen Tradition nicht gerecht.

Interner oder externer Ofen?

Der interne Heizer gibt dadurch, dass er im Wasser hängt, einen Großteil der Wärme direkt ab, das Wasser erwärmt sich schneller. Modelle mit innenliegendem Ofen sind in der Anschaffung günstiger, da die Konstruktion einfacher ist und der Materialaufwand geringer. Wichtig ist, dass die Badetonne zum Zeitpunkt des Einheizens immer voll ist. Nachteil: Einbußen beim Platz, der durch den Ofen im Fass verloren geht.

Befindet sich der Ofen außerhalb des Badezubers, ist ein direkter Kontakt zum Ofen während des Badens unmöglich. Auch lässt sich das Fass leichter reinigen und es finden ein bis zwei Personen mehr Platz bei gleichem Durchmesser. Nachteil: zusätzlicher Platzbedarf neben dem Zuber. Die zur Verfügung stehende Fläche sollte bei der Kaufentscheidung mit einfließen.

Fass aus Holz, Ofen aus Metall

Öfen werden entweder aus Aluminium oder rostfreiem Stahl angeboten. Letzere sind teurer, aber auch deutlich langlebiger. Der Vorteil von Aluöfen ist, dass das Material Wärme besser leitet, sie das Wasser also um einiges rascher erwärmen. Aluminium schmilzt im Gegensatz zu Stahl ab 660 Grad, ein Wert, der bei stundenlangem Heizen erreicht werden kann. Beide Materialien sind äußerst belastbar, korrosions- und witterungsbeständig. Denken Sie auch an eine Schutzhülle für das Ofenrohr - besonders bei innenliegenden Modellen.

 
 
 


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Datum: 24.01.2017

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