Schwimmteich im eigenen Garten – das sollten Sie wissen

Wer ein Haus und einen Garten sein Eigen nennt, der steht früher oder später vor der Frage, ob man sich nicht einen Pool gönnen sollte. Die sterilen gekachelten Pools finden sicher ihre Fans, aber natürliche Pools, die sich harmonisch in den Garten eingliedern werden immer beliebter. Sie sind eine grüne Oase, die den Menschen Erholung und ein naturnahes Erlebnis schenken. Gleichzeitig sind sie ein gern angenommenes Refugium für die unterschiedlichsten Tiere und Pflanzen.

Wenn man sich für einen natürlichen Pool entscheidet, dann gilt es einige Punkte zu beachten.

Technik – ja oder nein?

Ein natürlicher Badeteich kann mit und ohne Technik betrieben werden. Beides hat seinen Charme, aber man sollte sich vorab Gedanken machen, welche Alternative in Frage kommt.

Bei einem Naturpool reinigt sich das Wasser dank der darin lebenden Mikro-Organismen. Um eine gesunde Wasserqualität zu gewährleisten, benötigt man eine Teichpumpe, die das Wasser umwälzt. Der Vorteil ist, dass man lediglich 15% der gesamten Wasserfläche für die Regeneration benötigt. Auf diese Weise hat man deutlich mehr Platz zum Schwimmen und Baden als bei einem Schwimmteich mit derselben Größe. Jedoch ist man nicht komplett autark, sondern auf Technik angewiesen, denn die Pumpe läuft im Dauerbetrieb. Das macht sich am Ende auch bei der Stromrechnung und damit im Geldbeutel bemerkbar.

michaelbarrowphoto/shutterstock.com © michaelbarrowphoto/shutterstock.com

Ein Schwimmteich benötigt keinerlei Technik. Er wird auf eine natürliche Weise gereinigt und Pflanzen, Zoo- und Phytoplankton übernehmen den überwiegenden Teil der Wasseraufbereitung. Der vermeintliche Nachteil ist, dass man die Fläche nicht komplett nutzen kann. Etwa die Hälfte der Gesamtfläche wird für die Regeneration benötigt. Dafür spart man sich zusätzliche Maschinen, die gewartet werden müssen, kaputt gehen können und auch im Betrieb kosten. Mit dem Schwimmteich schafft man ein eigenes kleines Ökosystem.

Dann kann man irgendwann am Abend dem Froschkonzert zuhören oder die grazilen Libellen bei ihren Flugmanövern beobachten. Zwar ziehen stehende Gewässer auch ungeliebte Bewohner wie Mücken an, aber hier kann man sich mit biologischen Abwehrmitteln schützen.

Größe und Lage

Bei der Planung sollte man das Augenmerk auf die nähere Umgebung legen. Viele Bäume und Büsche sorgen gerade im Herbst für viel Laub im Teich. Das kann den Pflegeaufwand erhöhen, denn es handelt sich immer noch um einen künstlichen Teich, der vielleicht nicht mit der Menge an Laub alleine fertig wird. Laub im Wasser kann die Wasserqualität negativ beeinträchtigen und zur Algenbildung beitragen.

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Zu starke Sonneneinwirkung hat auch Einfluss auf die Mikroorganismen, die bei der Reinigung unerlässlich sind.

Wenn man nur Baden und sich abkühlen will, dann ist eine Fläche von 20 Quadratmetern ausreichend. Wer wirklich schwimmen will, der sollte mit mindestens 35 Quadratmetern kalkulieren.

Weitere Infos für angehende Schwimmteich-Besitzer gibt es beim Experten, denn bei der Planung und Gestaltung sind die Pflanzenarten und die Materialien entscheidend, damit das sensible Biotop auch funktioniert. Nicht zuletzt soll auch die Optik passen. Schließlich soll sich alles zu einem harmonischen und sinnvollen Gesamtbild fügen.


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Datum: 25.04.2018

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